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Forchheim: Frau Herz alias Alexandra Woite begeistert Millionen

Millionen nutzen Woites Podcast und sind Instagram-Follower - Tragischer Tod in Buch verarbeitet - 21.08.2019 15:29 Uhr

Annehmen, was gerade im Leben ist: Alexandra Woite musste diese Eigenschaft mühsam erwerben und will in ihrem Buch anderen Menschen eine Anleitung geben, wie das eventuell zu schaffen wäre, denn nur so, so die Autorin, findet einer sein Glück. © Foto: Eduard Weigert


Der von ihr vor vier Jahren gegründete Podcast mit mittlerweile fast einer Million Downloads und einem erfolgreichen Instagram Account, auf dem ihr derzeit 15.000 Menschen folgen, könnte es nicht besser laufen. Zusätzlich gibt Alexandra Woite in ganz Deutschland ganz viele Workshops. Ihr erstes eigenes Buch kommt am 28. August im Fischer-Verlag heraus. Es war bereits im Mai auf Grund der vielen Vorbestellungen bei Amazon auf der Bestsellerliste.

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Dass es ihr heute so gut geht, ist für die selbstständige Weddingplanerin und Fotografin aber nicht selbstverständlich. Geprägt durch den frühen Tod ihres Vaters ist Woite sehr krank geworden. Panikattacken, Depression, Essstörung und stationäre Klinikaufenthalte waren die Folge des schmerzhaften Verlustes.

Trotz Schicksalsschlag: Sie gibt nicht auf

Aber Alexandra gab sich nicht auf, machte eine Ausbildung zur "kreativen Tanz- und Ausdruckstherapeutin" und beschäftigt sich seitdem intensiv mit ihrem Körper und dem Thema Selbstliebe. So eröffneten sich für die Forchheimerin neue Wege.

Alexandra erkannte, dass ganz viele Mitmenschen um sie herum mit ihrem Leben haderten, innerlich zerrissen waren und ein fremdbestimmtes Leben führten. Woite: "Mir wurde mit aller Deutlichkeit bewusst, dass ich dabei helfen wollte, andere Menschen glücklich zu machen."

Zuerst hätten die helfenden Gespräche nur im Rahmen ihrer Tätigkeit als Weddingplanerin und Fotografin stattgefunden, bis sie dann 2015 ihren ersten Blog zum Thema Selbstliebe und Persönlichkeitsentwicklung veröffentlichte und zeitgleich ihren Instagram Account einrichtete.

Buch entstand in Thailand

Unter dem Pseudonym Frau Herz erreichte sie nach und nach über die Social Media Plattform eine stetig wachsende Gruppe von Menschen. Die Idee zu ihrem Buch kam ihr durch einen Follower, der fragte, was sie in ihrem Leben noch machen wolle. Alexandra Woite antwortete ziemlich spontan: "Ein Buch schreiben". Einige Tage später erhielt sie vom Fischer-Verlag eine Nachricht.

Ein Verlagsmitarbeiter, der die Kommunikation zwischen ihr und dem Jugendlichen bei Instagram verfolgt hatte, gab die Information weiter und die Lektoren boten ihr spontan an, ein Buch zu schreiben und bei Fischer zu veröffentlichen.

Buch beginnt mit dem dramatischen Tod ihres Vaters

Im Januar 2019 setzte sich Alexandra Woite in ein Flugzeug und flog nach Thailand. Wie sie erzählt, schrieb sie dort innerhalb von zwei Wochen 70 Prozent des Buches, das mit dem dramatischen Tod ihres Vaters beginnt und den absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben beschreibt.

Im weiteren Verlauf geht es um das Thema Selbstliebe und deren Bedeutung im Leben. Der Leser erfährt, wie es gelingen kann, das eigene Potential zu erkennen und zum Ausdruck zu bringen. Es geht aber auch darum, Krisenzeiten zu bestehen: "Indem ich annehme, was gerade in meinem Leben ist. Der Leser kann sich Kapitel für Kapitel durch das Buch arbeiten", gibt Alexandra eine Anleitung.

Das Buch ist nicht nur ein Kompass für Selbstliebe, sondern bietet neben gelungenen Fotografien und passenden Textpassagen auch genug Raum, um Eigenes aufzuschreiben.

"Ein Wegweiser, um sein volles Potential nutzen zu können", sagt die Autorin. Was wünscht sich jemand, der mit 29 Jahren schon soviel erreicht hat? In ihrer Antwort gibt sich Frau Herz bescheiden: Sie will Lesungen halten, vielleicht kombiniert mit Workshops. Ihr Hauptziel ist aber, eine Familie zu gründen. "Es muss wunderbar sein zu spüren, wie eigenes Leben in meinem Körper heranwächst", so Alexandra Woite.

Mehr Infos unter: www.frauherz.de

JENNIFER WILLERT

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