Donnerstag, 22.08.2019

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Forchheim: Lange Schlange bei der Post?

NN-Leser klagen über lange Wartezeiten - "Nicht vorhersehbarer Kundenandrang" - 14.08.2019 06:00 Uhr

Alles so schön ruhig hier . . . Doch das scheint zu täuschen. „Die Warteschlange war so lange, dass ich unverrichteter Dinge wieder gegangen bin“, klagt eine NN-Leserin. © Foto: Edgar Pfrogner


NN-Leser haben sich bezüglich langer Wartezeiten in der Hauptpost in der Bamberger Straße 51 gemeldet. Als eine Leserin versuchte, auf andere Post-Filialen auszuweichen, tat sie sich auch da schwer, ihr Päckchen loszuschicken.

An einem Montagvormittag im Juli, gegen 9.15 Uhr wollte die Forchheimerin ein Päckchen aufgeben. "Die Warteschlange war so lang, dass ich unverrichteter Dinge wieder gegangen bin", sagt sie. Auch, weil sie aus gesundheitlichen Gründen nicht lange stehen könne. Mindestens zehn Kunden hätten bereits gewartet. Das sei nicht das erste Mal gewesen, dass sie eine lange Warteschlange vorfand. "Das passiert immer wieder, egal, zu welcher Uhrzeit ich komme", sagt sie. Von den drei zur Verfügung stehenden Schaltern seien regelmäßig auch nur zwei besetzt. Wie kann das sein?

Auf NN-Nachfrage teilt die Postbank-Pressestelle mit: "Ziel der Postbank ist es, die Wünsche ihrer Kunden in den bundesweit rund 850 Filialen kompetent und zügig zu erfüllen. Dies gelingt in den meisten Fällen."

Unvorhersehbarer Andrang

Filialmanagement und Personaleinsatzplaner hätten ein Augenmerk darauf, die Filialen personell entsprechend der erwarteten Kundenfrequenz auszustatten. Das gelte auch für die Filiale in Forchheim. Allerdings könne es auch zu einem kurzfristigen und nicht vorhersehbaren, großen Kundenandrang kommen.

An dem besagten Montagvormittag sei nur wenige Minuten, nachdem die NN-Leserin die Filiale verlassen habe, der dritte Schalter geöffnet worden, sagt die Pressestelle auf Nachfrage. "Ergänzend möchte ich erwähnen, dass unsere Mitarbeiter zusätzlich auch im Back-Office-Bereich einer Filiale Aufgaben übernehmen, also nicht immer alle in einer Filiale tätigen Mitarbeiter für unsere Kunden sichtbar sind", betont Iris Laduch, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Um ein Päckchen oder Paket schneller loszuwerden, habe die Forchheimerin schon versucht, auf andere Postfilialen auszuweichen – trotz des längeren Fahrtwegs, in der Hoffnung, dort nicht so lange anstehen zu müssen. "Da es Postfilialen gibt wie in Burk, die keine Päckchen annehmen, wird die Sache zusätzlich erschwert", führt die Forchheimerin an. Was sagt die Deutsche Post dazu? Zuerst vermutet der Mitarbeiter, dass es sich um einen Verkaufspunkt handelt.

Paketshop oder Verkaufspunkt

"Von außen lässt sich kaum unterscheiden, ob es sich um einen Paketshop oder einen Verkaufspunkt handelt – und in letzterem werden keine Päckchen angenommen, sondern nur Briefmarken verkauft", so Erwin Nier von der Pressestelle.

Nach kurzer Suche im System stellt er allerdings fest, dass es in Forchheim aber gar keine Verkaufspunkte gibt.

 "Höchstwahrscheinlich handelte es sich um einen sogenannten Stückbrief, Maxibrief-Format, und die Filiale war ein Paketshop", vermutet Nier abschließend.

Jeder Kunde könne über die "Standortsuche" auf der Website der Deutschen Post die richtige Filiale finden. Forchheim sei gut versorgt, was die Filialen anbelange, meint Nier: "Dazu sind wir auch verpflichtet. In jedem flächendeckend bebauten Ort mit mehr als 2000 Einwohnern müssen wir eine stationäre Einheit unterhalten." In welcher Größenordnung – das richte sich allerdings danach, "wie viel Geschäft vor Ort geht".

In Forchheim gibt es ein Postbank-Finanzcenter, fünf DHL-Paketshops und vier Partner-Filialen. In den DHL-Paketshops werden nationale Päckchen und Pakete freigemacht, Briefmarken und Marken für Einschreibesendungen verkauft sowie bereits frankierte Päckchen, Pakete und Retouren angenommen. In den Partner-Filialen wird ermittelt, mit wie viel Porto eine Sendung freigemacht werden muss, es werden Briefe angenommen und Pakete sowie zahlreiche weitere Postdienstleistungen und Services angeboten, zum Beispiel auch Prepaid-Handyaufladung und die Annahme von mobilen Paketmarken und Retouren sowie von Express-Sendungen und Warenpost International. Folgende Standorte gibt es: Postbank-Finanzcenter, Bamberger Straße 51, DHL-Paketshops: Raiffeisenstraße 2, Schönbornstraße 29, Hafenstraße 2, Hauptstraße 60 und Dechant-Reuder-Straße 17, Partner-Filialen: Wallstraße 12, Kersbacher Straße 10, Willy-Brandt-Allee 1, und Bayreuther Straße 119. 

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