Forchheim: „Regnitzmöven“ mit Schwung

28.12.2015, 15:49 Uhr
Beim Weihnachtskonzert der Marinekameradschaft Forchheim im Jungen Theater stand natürlich der Shanty-Chor „Die Regnitz-Möven“ im Mittelpunkt.

Beim Weihnachtskonzert der Marinekameradschaft Forchheim im Jungen Theater stand natürlich der Shanty-Chor „Die Regnitz-Möven“ im Mittelpunkt. © privat

Stilgerecht ertönt die Bootsmannsmaatenpfeife als der Shantychor „Die Regnitzmöven“ auf der Bühne des Jungen Theaters einläuft. Eingeleitet wird dieses etwas anders geartete Konzert der Forchheimer Mariner mit dem Glasen, dem Läuten einer Original-Schiffsglocke.

Konträre Gefühle

Fernweh und Heimweh sind zwei konträre Gefühlswelten, zwischen denen der Seemann während seiner Fahrenszeit hin- und hergerissen ist. Dieses — mit Logik nicht zu erklärende — Phänomen verdeutlichten die Sänger eindrucksvoll mit ihrer Liedauswahl, und kleineren Gedichten, vorgetragen von Bernhard Dittrich, Franz-Josef Götz, Thomas Binder und Horst Wesenberg. Dabei wurden aber auch andere Phänomene angesprochen, wie die unendliche Weite des Ozeans, die nachhaltig die Einstellung zum Leben verändert und ein besonderes Verhältnis zu Gott und der Schöpfung schafft.

In eine andere Welt

Im zweiten Teil des Konzerts verzauberte der Chor mit seinem Liedgut und seinen Erzählungen über Weihnacht auf hoher See. Die „Regnitzmöven“ ließen die Zuhörer mit ihren maritimen Weihnachtslieder hautnah spüren, was es für den Seemann bedeutet, Weihnachten fern von Zuhause an Bord eines Schiffes zu verbringen und dies immer und immer wieder.

Patron Nikolaus statt Paulus

Mit der Erzählung „Warum Seeleute an St. Nikolaus glauben und nicht an Paulus“ verleitete Moderator und Geschichtenerzähler Hans Gerhard Braun die Zuhörer zum Schmunzeln, ein wohltuender Kontrapunkt zu den sonst sehr besinnlichen und emotional ausgerichteten Geschichten.

Sein offizielles Ende fand dieses Konzert mit dem Lied „Abendgebet am Kai“, in dem es heißt: : „Wir denken an sie, die heute fern auf See und auch am fremden Strand. Oh Herr, zeig ihnen stets den Kurs nach Haus und halt über sie deine Hand.“

Erst nach mehreren Zugaben durften die Akteure von der Bühne.

Keine Kommentare