Am Samstag Stand in der Fußgängerzone

Forchheim: Weltladen wirbt für faire Produkte

11.5.2022, 14:39 Uhr
Der Weltladen steht für fairen Handel.

© Weltladen Dachverband/A. Stehle Der Weltladen steht für fairen Handel.

Warum sind ein Fußball, eine Saftpresse und eine Kaffeemühle in der Fußgängerzone ausgestellt? Der Weltladen Forchheim lädt anlässlich des besonderen Tages an seinen Stand ein von 10 bis 14 Uhr am Samstag, 14. Mai. Anhand verschiedener Alltagsgegenstände machen Läden in ganz Deutschland darauf aufmerksam, dass viele Produzent/innen weltweit kein existenzsicherndes Einkommen aus dem Handel mit ihren Produkten erzielen.

„Oft decken die Preise für Kaffee, Kakao, Tee, Bananen oder Milch nicht einmal die Produktionskosten“, erläutert Margit Wünsche vom hiesigen Weltladen. „Durch die aktuell steigenden Preise merken wir auf dramatische Weise, wie wichtig existenzsicherndes Einkommen und Löhne sind, sowohl in Deutschland wie auch weltweit.“

Extremes Ungleichgewicht

Entlang globaler Lieferketten herrscht laut Dachverband und Forum Fairer Handel ein extremes Macht- und Verhandlungsungleichgewicht. Dies führt dazu, dass große Unternehmen gegenüber Lieferanten und Produzierenden niedrige Preise und unfaire Vertragskonditionen durchsetzen können. „In der Regel profitieren die großen Unternehmen von den Gewinnen, während die Produzent/innen um ihre Existenz kämpfen,“ so Wünsche.

„Umso wichtiger ist es uns als Weltladen mit unserem Warenangebot auch weiterhin ein Zeichen für globale Gerechtigkeit und die Menschrechte zu setzen. Daher freuen wir uns im Rahmen des Weltladentages 2022 auf den Austausch mit den Besucher/innen unseres Standes in der Fußgängerzone sowie in unserem Weltladen in der Wiesentstraße 3. Wir bewerben in unserem Schaufenster Produkte aus Nepal von einer seit Jahrzehnten bestehenden Frauenkooperative namens „WEAN“ in Kathmandu, die Frauen in der Wirtschaft voranbringen will und sehr aktiv im Fairen Handel ist, insbesondere bietet man viele Ausbildungen an. Wir beziehen Filzprodukte aus drei kleinen von Frauen geführten Werkstätten. Mit Spenden für die aus Kalenderblättern gebastelten Geschenktüten unserer Mitarbeiterin Erika Schwedes werden die Reha-Werkstätten von Nepra e.V., in Kathmandu unterstützt. Hier finden von Lepra geheilte ehemalige Bettler Arbeit als WerberInnen, NäherInnen und in der Papierwerkstatt."

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