Forchheim: Werbegemeinschaft verärgert über neue Konkurrenz

25.12.2015, 10:00 Uhr
An Muttertag soll es keinen verkaufsoffenen Sonntag geben.

An Muttertag soll es keinen verkaufsoffenen Sonntag geben. © Ralf Rödel

„Das wurde über meinen Kopf hinweg entschieden“, sagte Michael Csepai, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Verkaufsoffene Sonntage sollen im Jahr 2016 am 6. März, 6. November und 27. November stattfinden. Die Werbegemeinschaft hatte für vier plädiert. Für das Jahr 2017 will Csepai versuchen, wieder vier verkaufsoffene Sonntag zu bekommen.

Der ehemalige Vorsitzende Stefan Schick dankte den Freien Wähler-Stadträten ausdrücklich, die in der Stadtratssitzung geschlossen für eine Beibehaltung der vier verkaufsoffenen Sonntage gestimmt hatten. Zudem zweifelte er die von Wirtschaftsförderer Viktor Naumann in dieser Angelegenheit gemachte Befragung in ihrer Sinnhaftigkeit an. Als Empfänger seien hier unter anderem auch Handwerker angeschrieben worden. Er frage sich, was ein Handwerksbetrieb mit einem verkaufsoffenen Sonntag zu tun habe, so Schick. Außerdem seien 20 Prozent Rücklauf nicht repräsentativ, so Schick.

Ein weiteres Thema in der Sitzung war auch die Tatsache, dass man nun mit der neu gegründeten Interessengemeinschaft von Geschäftsleuten, der „Innenstädter“, die sich durch die Werbegemeinschaft nicht genügend vertreten sehen, nun auf einmal in Konkurrenz stehe. „Wir haben gesehen, welch’ schlechtes Standing wir im Forchheimer Stadtrat haben“, sagte Schick. Er befürchtet, dass der Einfluss der Forchheimer Wirtschaft durch eine weitere Spaltung der Geschäftswelt nochmals stark reduziert werden könnte. Michael Csepai wertete die Gründung der neuen Interessenvertretung als einen so wörtlich „Frontalangriff gegen die Werbegemeinschaft und gegen seine Person“.

Schadensbegrenzung versucht

Stadtrat Erwin Held (FW), der bei der Sitzung der Werbegemeinschaft anwesend war, versuchte eine Schadensbegrenzung. „Die neue Interessengemeinschaft ist nicht gegen die Werbegemeinschaft“, ist Helds Meinung. „Das sind  Leute, die sind unzufrieden mit dem, wie es in der Werbegemeinschaft läuft“, meint Held.

„Wenn gegenüber der Stadt nun zwei Interessenvertretungen der Forchheimer Geschäftswelt auftreten, dann halbiert sich der Einfluss“, machte Schick deutlich. Held machte das Angebot, die zwei Gruppierungen als eine Art Mentor zusammenzuführen.

 

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