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Fränkische-Schweiz-Marathon dieses Jahr mit neuer Disziplin

Organisator ist "zuversichtlich, damit neue Zielgruppen anzusprechen" - 05.03.2020 17:51 Uhr

Nachdem der Inline-Skating-Wettbewerb über Jahre sinkende Nachfrage verzeichnete, wird er nun 2020 durch einen neuen Programmpunkt mit Fahrrädern ersetzt. © Foto: Erich Malter


"Sehr gefreut", sagt Organisationsleiter Anton Eckert, haben sie sich darüber, dass der 2015 erstmals angebotene Halbmarathon als "populäre Ausdauerstrecke" mit der Bayerischen Meisterschaft aufgewertet wird. Dadurch dürfte das Feld, das 2019 über 500 Köpfe umfasste, nochmal um etwa 200 Anmeldungen wachsen. Bei der Marathon-Distanz bescherte der Titel in der Vergangenheit hingegen lediglich ein zweistelliges Plus an ambitionierten Spitzenkräften.

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Bei bestem Wetter zeigten sich die vielen Teilnehmer des Fränkische Schweiz Marathons am Sonntag von ihrer sportlichen Seite. Während Samba-Tänzerinnen an der Strecke für Stimmung sorgten, kühlten sich die Sportler mit Wasser ab. In den Müllbehältern sammelten sich zahlreiche Plastikbecher.


Für die erwartete Halbmarathon-Elite wurde denn auch der Zeitplan modelliert, kommen die bisher vorausgeschickten 10-km-Läufer erst zehn Minuten später an die Reihe. So haben die schnellsten Akteure der Mitteldistanz freie Strecke, bis sie auf die wiederum mit 25 Minuten Vorsprung um 8.35 Uhr gestarteten Marathonis treffen.

Sonderstellung der Handbiker

Eine Sonderstellung nehmen nach wie vor die Handbiker (8.30 Uhr) ein, die auf einhelligen Wunsch weiter den alten Kurs mit einer zweiten Wende bei Behringersmühle zurücklegen. Der gewissen Mehraufwand werde "im Sinne der Inklusion" getragen, so Anton Eckert. Eigentlich wollten die Organisatoren den spärlich besuchten Teil komplett aufgeben, nachdem die Läufer schon 2019 auf der Höhe von Burggailenreuth umdrehten.

Eckert räumt ein, die Änderungen naturgemäß "gespaltene Reaktionen" hervorgerufen haben, sieht sich insgesamt aber in der Entscheidung bestätigt, das Geschehen auf der B 470 zwischen Walberla und Neideck zu komprimieren. Neben Ebermannstadt und Streitberg soll sich Weilersbach als weiteres großes Stimmungsnest etablieren.

Intervall-Übung im Tandem

"Innovativ aufgestellt" sieht Anton Eckert das Programm gar mit einer neuen Disziplin, die die Sparte Inline Skating ablöst. Der Schritt war bereits vor der finalen Runde im Vorjahr mit 200 Teilnehmern angekündigt und stützt sich auf eine gesunkene Nachfrage sowie logistische Hindernisse. Eine "spannende Geschichte" lobt Eckert nun die Premiere eines Run&Bike-Wettbewerbs, der auf die Idee von Lauftherapeut Michael Cipura nach Coburger Vorbild zurückgeht.

Mit zeitlichem Puffer zu den Hauptrennen (10.45 Uhr) machen sich Zweier-Gespanne auf den Weg, den Halbmarathon gemeinsam zu bewältigen. Dabei bestimmen die Protagonisten, die maximal zehn Meter Abstand zueinander haben, wer wie lange läuft und auf dem Rad (Typ beliebig, Elektromotoren sind verboten) sitzt.

"Noch intensiveres Teamerlebnis"

Im Ziel zählt die Zeit des zweiten Tandemmitglieds. Während Cipura den Schlüssel der Intervall-Übung in einem möglichst kurzweiligen Rhythmus zwischen Laufen und Erholung im Sattel auf der flachen Strecke vermutet, schreiben die Verantwortlichen die Sicherheit groß.

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Zurücklehnen, schmunzeln, genießen: Am autofreien Sonntag auf der B470 steigt mit der größten Sportveranstaltung des Landkreises seit dem Jahr 2000 auch ein buntes Begegnungsfest, bei dem sich Teilnehmer und Zuschauer manchen modischen Spaß gönnen.


Neben der obligatorischen Helmpflicht gilt ein Mindestalter von 16 Jahren. Um die Sturzgefahr im Pulk zu minimieren, erfolgt der Start für die Räder zunächst in 150 Metern Entfernung. Anton Eckert, der auf eine Größenordnung von 100 Teams hofft, freut sich auf ein im Vergleich zu den Lauf-Staffeln "noch intensiveres Teamerlebnis" und zeigt sich "zuversichtlich, neue Zielgruppen anzusprechen".

Dazu zählt vor allem die gewachsene Triathlon-Szene. Einen weiteren positiven Effekt könnte die erweiterte Unterhaltung zur Mittagszeit auf die Zuschauerzahl haben. "Für uns ist es der Übergang vom Skating-Zeitalter in die Moderne", sinniert Eckert.

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