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Freibadsaison in Streitberg fällt ins Wasser: "Die Kleinen bleiben auf der Strecke"

Der Blick in der Gemeinde richtet sich jetzt auf Spielplätze - 17.06.2020 16:14 Uhr

Im Schatten der Ruine Neideck sonnen und Runden im kühlen Nass ziehen ist dieses Jahr in Streitberg nicht möglich. Die Gemeinde hat beschlossen, das Bad in dieser Saison nicht zu öffnen. Der Grund sind die Vorschriften im Rahmen der Corona-Pandemie. © Archivfoto: Anestis Aslanidis


Zwar hat die Verwaltung ein umfangreiches Konzept für eine eingeschränkte Öffnung erarbeitet. Gleichwohl waren mehrere Ratsmitglieder, darunter Gerhard Kraus (BGS) der Meinung: Unter diesen Bedingungen bleibt der Badespaß auf der Strecke. Er forderte, alsbald den Architekten für die Sanierung in den Rat zu holen, um das Vorhaben voranzubringen. 

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Maximal 40 Personen hätten ins Becken gedurft und hätten in Bahnen schwimmen müssen. Gerade das schien dem Rat für Familien mit Kindern ungünstig. Zudem hätte man nur drei Stunden bleiben dürfen. Getrennte Ein- und Ausgänge wären möglich gewesen; sogar sieben Ehrenamtliche habe man für den zusätzlichen Personalbedarf gewinnen können, erläuterte Bürgermeister Marco Trautner (CSU/FWW). Dass das kein Badebetrieb wie immer gewesen wäre, sagte er auch.

Zweiter Bürgermeister Konrad Rosenzweig (CSU) wusste, dass Egloffstein vor der selben Entscheidung steht. Selbst mit leerem Becken – und eventuellem Planschen in der Wiesent – wäre der Aufwand nicht geringer. Rosenzweig riet, die ersparten Aufwendungen dem Sanierungskonto für das Schwimmbad gutzuschreiben.

Spielplätze im Fokus

Dafür richtet der Marktgemeinderat sein Augenmerk auf die acht Spielplätze. Jugendbeauftragter Carsten Beck hat sich bei den Eltern umgehört. Sie seien nicht ganz zufrieden mit dem Vorgehen der Gemeinde. Sie reagiere erst, wenn Eltern Mängel anmahnten.

Beck forderte ein systematisches Vorgehen bei den Prüfungen: Regelmäßige Sichtkontrollen durch den Bauhof und einmal jährlich eine externe Prüfung. Zudem sollten Schilder mit Notrufnummern angebracht werden.

Er ist sich sicher, dass die Eltern sich beim Erhalt und Betrieb einbringen werden, wie es derzeit die Muggendorfer Bürgerschaft mit einer Sammelaktion für ein neues Spielgerät vorgemacht hätte. Besonders auf den naturnahen Spielplatz an der Muschelquelle will die Gemeinde achten. 

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PAULINE LINDNER

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