Nachts um drei Uhr geht es los

Frost und Schnee auf Straßen: Stadt Forchheim stockt Winterdienst auf

Lea-Verena Meingast
Lea-Verena Meingast

Redakteurin Nordbayerische Nachrichten Forchheim

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28.11.2021, 19:11 Uhr
Das Streusalzlager der Stadt Forchheim: In den vergangenen drei Winterhalbjahren wurden bei den Winterdienst-Einsätzen je etwa 420 Tonnen Salz benötigt. 

Das Streusalzlager der Stadt Forchheim: In den vergangenen drei Winterhalbjahren wurden bei den Winterdienst-Einsätzen je etwa 420 Tonnen Salz benötigt.  © Archivfoto: Stefan Hippel

Ab dem 1. November geht für die Mitarbeiter des Referats 5 der Stadt Forchheim, etwa 80 Personen, eine besondere Zeit los. Von Anfang November bis zum 10. April sind sie in Alarmbereitschaft.

Wenn es schneit, kann ihre Arbeit um drei Uhr nachts losgehen oder bis 21 Uhr dauern: Dann sorgt der Winterdienst auf Forchheims Straßen durch Räumen und Streuen für möglichst freie Straßen und dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger sicher von A nach B kommen.

Forchheimer Winterdienst-Bereitschaft: Ab 3 Uhr, bis 21 Uhr

Die tägliche Winterdienstbereitschaft erfolgt werktags, Montag bis Donnerstag, von 3 Uhr bis 7 Uhr und von 17.30 Uhr bis 21 Uhr – von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr ist allgemeine Dienstzeit, da muss keine Winterdienstbereitschaft zusätzlich angeordnet werden. Freitags ist die Bereitschaft von 3 Uhr bis 7 Uhr und nachmittags von 13.30 Uhr bis 21 Uhr im Einsatz sowie samstags von 3 Uhr bis 21 Uhr und sonntags von 5.30 Uhr bis 21 Uhr. "Somit ist für die gesamte Woche eine geordnete Räum- und Streupflicht sichergestellt", teilt eine Stadtsprecherin mit.

Damit alles reibungslos funktioniert, ist eine genaue Abstimmung notwendig. Wochenweise sind zwei Mitarbeitende des Referats für die Koordination der Winterdiensteinsätze eingeteilt, erklärt die Stadt. Sie oder er ordnet telefonisch den erforderlichen Umfang des Winterdienst-Einsatzes an. Er kann von geringem Glatteis bis über ergiebigen Schneefall bis zu starkem Schneetreiben, extremer Glätte und mehr reichen.

Bei geringer Glätte kann das Streuen bestimmter Wege und Brücken notwendig sein. Das wird dann von ihm oder ihr selbst erledigt, wenn nötig auch zusammen mit einem weiteren Mitarbeitenden, der angefordert wird.

Starkes Schneetreiben: Alarmierung zum Volleinsatz

Wenn Glätte und starkes Schneetreiben Einzug halten, werden deutlich mehr Personal und spezielle Fahrzeuge notwendig. Bei einem sogenannten Volleinsatz werden die Mitarbeitenden telefonisch alarmiert. Fünf Großfahrzeuge rücken aus und übernehmen den Winterdienst: Wichtige Straßen, Hauptverkehrsstraßen, besondere Gefahrenstellen, Omnibuslinien sowie Berggebiete müssen zügig freigemacht werden.

Ein Großtraktor übernimmt dabei das Kellerwaldgebiet, acht kleinere Räumfahrzeuge werden zeitgleich alarmiert: Haupt-, Geh- und Radwege, schmalere Straßen, wie Schülerwege im Stadtgebiet, Hauptradwege von Nord nach Süd und Ost nach West, bis zu den Stadtgrenzen Forchheims werden abgefahren. Zum Einsatz kommen hier Schmalspurfahrzeuge und Kleintraktoren.

Handräumer und Räumfahrzeuge: Zeitgleich alarmiert

Seit diesem Jahr werden ebenfalls die Handräumer zeitgleich mit den Räumfahrzeugen alarmiert. Ihre Prioritäten sind: Räumen und Streuen von Kreuzungsbereichen, Fußgängerübergängen, Provisorium der Piastenbrücke (Holzsteg), freihalten von Gullys und sonstigen Ablaufschächten. Ziel ist, für geräumte Spuren auf größeren Plätzen sowie städtischen Grundstücken mit davorliegenden Gehwegen zu sorgen. Das Räumen schulischer Flächen und Wege wird dagegen vom Hausmeisterpool sichergestellt.

In den zurückliegenden drei Winterhalbjahren wurden bei allen Winterdiensteinsätzen rund 420 Tonnen Salz benötigt. Aktuell stockt die Stadt auf: Für das kommende Jahr sind zusätzlich drei weitere Kräfte für Straßenreinigung und Winterdienst beantragt. Heuer neu dazugekommen ist ein Schmalspurfahrzeug. Für das Haushaltsjahr 2022 ist zusätzlich ein Frontbesen angemeldet. Somit kann man dann im Sommer und Winter die Gehsteige und Radwege leichter vom Schmutz und Schnee befreien.

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