Samstag, 14.12.2019

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Gasseldorf braucht ein neues Feuerwehrhaus

In der Bürgerversammlung legten Führungsriege schon Entwürfe vor - 11.11.2019 09:00 Uhr

Wenn 2022 das neue Löschfahrzeug der Feuerwehr kommt, wird der Platz im Gasseldorfer Gemeinschaftshaus zu klein. Die Feuerwehr-Kameraden haben daher bereits an einer Erstazlösung getüftelt und stellten ihre Ideen in der Bürgerversammlung vor. © Foto: Marquard Och


Das Löschfahrzeug der 36 Feuerwehraktiven (den Nachwuchs bilden zehn Jugendliche und 17 Kinder) hat über ein viertel Jahrhundert auf dem Buckel, schon vor zwei Jahren hat WGG-Stadtrat Konrad Dresel deutlich gemacht, spätestens 2022 sei eine Ersatzbeschaffung fällig. Nun zieht eines das andere nach sich: Auch das kleinste mit Kreisbrandrat Oliver Flake angedachte Feuerwehrfahrzeug passt nicht in die im Gemeinschaftshaus integrierte Garage mit Umkleide. Derzeit ist in der Verwaltung eine Neuauflage des Flächennutzungsplans in Arbeit – mit dem passenden Grundstück für einen Ersatzbau konnte die Bürgermeisterin allerdings noch nicht dienen.

Detaillierter Entwurf

Wohl aber hat sich die Führungsriege der Wehr mit Bernhard Geck Gedanken um einen reinen "Funktionsbau" gemacht, der auf dem städtischen Grundstück an der B 470 entstehen könnte, auf dem auch schon die örtliche Lagerhalle steht. Dabei war der Entwurf, den Bürgermeisteramtsleiter Andreas Kirchner von den Feuerwehr-Verantwortlichen entgegennahm schon relativ detailliert: Eine Wärmepumpe reiche zur Lieferung der Heizenergie für Fahrzeughalle, Umkleiden und Toiletten aus, steht dort. Der Schulungsraum würde dementsprechend im Gemeinschaftshaus bleiben. Die Nettokosten für den Neubau beliefen sich – bei noch nicht bekannter Förderhöhe – auf 225 000 Euro. Am Bau des Gemeinschaftshauses hatte sich die Dorfgemeinschaft einst mit 60 Prozent Eigenleistung beteiligt – obgleich die Maurer im Dorf weniger geworden sind, ist Geck guter Hoffnung, dass die Dorfgemeinschaft den neuen Kraftakt mit ähnlichem Elan angehen werde.

Längst zum Dauerthema ausgewachsen hat sich die Tempobegrenzung auf 50 km/h auf der Staatsstraße 2261 in Richtung Unterleinleiter. Die Anwohner, allen voran Gabriele Keck, bitten aufgrund des gewachsenem Verkehrsaufkommens und vieler Raser, um eine Beschränkung auf Tempo 30. Zunächst aber solle ihrer Meinung nach ein länger stationiertes Messgerät aufgestellt werden, dass beim Geschwindigkeitsüberschreiten ein rotes "Smiley" anzeigt.

Die Bürgermeisterin wiederholte: Zusatzbeschilderungen und eine Querungshilfe an der Bushaltestelle seien nach Verkehrsschauen vor Ort abgelegt worden. Bei einem Termin Ende November im staatlichen Bauamt Bamberg werde sie die Gasseldorfer Sorgen – verstärkt durch eine Unterschriftenliste – aber erneut vortragen. Große Hoffnungen wollte Meyer den Bürgern aber nicht machen. Auch nicht, was den weiteren Vorschlag von Gabriele Keck betraf, hinsichtlich der Lärmbelastung eine Geschwindigkeitsbeschränkung zu erreichen.

Um Sicherheit ging es auch beim Radweg in Richtung Unterleiter. Dort hängende Äste und Sträucher veranlassten die Verwaltung, die Waldbesitzer zum Rückschnitt aufzufordern – wenn nicht erledige das der Bauhof gegen Rechnung, hieß es. "Die Stadt hat ihre Hausaufgaben am eigenen 60 Meter langen Grundstück nicht gemacht", rügte nun Johannes Fränkel. "Geben sie unserem Bauhofleiter Jürgen Rattel noch eine Chance", appellierte Christiane Meyer.

"Der "Druidenweg" verbuscht", wiederholte Robert Ott seine Reklamation. Bisher hat sich der Anwohner um den Schnitt gekümmert, jetzt mag er nicht mehr. Leicht beruhigt hat sich die Lärmkulisse an den Glascontainern durch deren Schalldämmung. Die Anregung, den unbefestigten Streifen vor den Behältern zu asphaltieren, um Scherben abkehren zu können, nahm Meyer auf.

MARQUARD OCH

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