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Gemeinderat in Kirchehrenbach: Klares Nein zum Hundespielplatz

Dafür soll es aber mehr "Dogstationen" geben - 06.08.2020 11:55 Uhr

In Kirchehrenbach sorgte der liegen gelassene Hundekot unter anderem im Talgrund immer wieder für Streit. Auch Landwirte beschwerten sich über die Hinterlassenschaften auf ihren Feldern.

© Archivfoto: Marquard Och


Die Entscheidung fiel mit neun zu zwei Stimmen eindeutig aus: Die Kommune wird keinen Hundespielplatz anbieten. Gleichzeitig widersprach Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) der Behauptung, der Gemeinde sei die eigene Einrichtung einer umzäunten Wiese angetragen worden. "Das ist nie angeboten worden."

Dass das alte – nicht nur Kirchehrenbach, sondern viele Landkreisgemeinden belastende – Thema so leicht nicht vom Tisch zu bekommen ist, wurde in der Debatte jedoch deutlich: CSU-Rat Johannes Schnitzerlein regte an, auf Kreisebene über eine Lösung nachzudenken, beispielsweise sei der Vorschlag zum "Gelben Sack" einst aus Kirchehrenbach gekommen.

Der Biologe im Rat, Johannes Bail (JB), konnte das Ergebnis im vorausgegangenen Sozialausschuss – keine Hundewiese – nachvollziehen: "Es könnte ein Tourismus von außen entstehen, dem Problem wäre damit nicht abgeholfen."


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SPD-Rat Siegfried Adami brachte dagegen den Vorschlag ins Spiel, zunächst probeweise für ein halbes Jahr eine Fläche für Hunde anzubieten. Ulrike Götz (CSU) regte dagegen an, die Hundehalter selbst mehr in die Pflicht zu nehmen: "Sie können einen Verein gründen, der bei gegenseitiger Kontrolle eigenverantwortlich handelt", so ihr Vorschlag.

Vizebürgermeister Michael Knörlein (CSU) signalisierte, dass die Gemeinde bei Vorschlägen für ein Grundstück durchaus behilflich sein würde. Die Abstimmung um einen möglichen Hundespielplatz fiel dennoch eindeutig aus. Dafür stimmten lediglich Siegfried Adami (SPD) und Michael Knörlein (CSU).

Kommen "Dogstationen"?

Weiter ging es um die Anschaffungen von sogenannten "Dogstationen" und Hundekotbeuteln. Der alte Gemeinderat hatte diese abgelehnt. 40 Abfallbehälter seien vom Bauhof wöchentlich zu leeren – "mehr geht nicht", machte die Gemeindechefin dazu deutlich. Denkbar seien jedoch, einige "Dogstationen" an Ausfallstrecken wie der Wehrstraße aufzustellen. Dafür sprach sich auch Johannes Pieger (CSU) aus. "Wir reden über 700 Euro. Es liegt damit an den Hundehaltern ihren Entsorgungspflichten nachzukommen." Die Zustimmung war einhellig.

Mit solchen "Hunde-Mülleimern" versucht man auch in Ebermannstadt das Problem in den Griff zu bekommen. Vor allem zahlreiche, achtlos in die Natur geworfene Hundekotbeutel sorgten dort und entlang beliebter Spazierwege für Ärger. Die Stadt stellte Behälter im Stadtgebiet sowie in Gasseldorf, Rüssenbach, Niedermirsberg und Moggast bereit. Nachbargemeinde Pretzfeld kam mit Behältern auf den Wegen im Wiesenttal entgegen.

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MARQUARD OCH

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