Gefahr für die Kita?

Gößweinstein: Funkmast und Wölfe sorgten für Diskussionen

31.7.2021, 18:00 Uhr
Die Firma Novec bittet um Standortvorschläge in einem Suchkreis, dessen Mittelpunkt 1,5 Kilometer östlich von Morschreuth liegt.

Die Firma Novec bittet um Standortvorschläge in einem Suchkreis, dessen Mittelpunkt 1,5 Kilometer östlich von Morschreuth liegt. © Patrick Pleul

Die Firma Novec bat nun den Markt Gößweinstein, Standortvorschläge in einem Suchkreis, dessen Mittelpunkt 1,5 Kilometer östlich von Morschreuth liegt, zu machen. Der Markt ist zwar Eigentümer mehrerer Grundstücke in dem besagten Suchkreis, jedoch sind diese allesamt als Ausgleichsflächen eingestuft.

Deshalb könne die Gemeinde laut Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW) auch keine geeigneten Grundstücke zur Errichtung eines Mobilfunkmastens in diesem Bereich bereitstellen. Am Verfahren der Standortsuche wolle der Markt aber auch künftig weiterhin mitwirken, zumal man seitens der Gemeinde die Verbesserung des Mobilfunknetzes im Gemeindegebiet begrüße. „Wie geht es nun weiter wenn die Gemeinde kein Grundstück zur Verfügung stellt“, wollte Morschreuths Rat Bernhard Vogel (SPD) dazu wissen. „Wie bei den anderen Verfahren auch“, antwortete Zimmermann.

„Irgendwo ist schon angeklopft worden“, so der weitere Morschreuther Gemeinderat Benno Beck (BMG). Wo genau, verriet er aber nicht. Damit war das Thema dann auch vorläufig erledigt und die Räte stimmten einstimmig dafür, das man auch weiterhin am Verfahren der Standortsuche mitwirken will.

So geht es mit dem Pfarrhaus weiter

Zum bereits eingeleiteten Verfahren der Revitalisierung des Pfarrhauses, das zum Rathaus werden soll, teilte Zimmermann mit, dass das beauftragte Nürnberger Architekturbüro „johannsraum“ inzwischen eine 41-seitige Expertise zum weiteren Verfahrensablauf vorgelegt hat. Auf einen zunächst von der Regierung favorisierten Architektenwettbewerb soll nun verzichtet werden.

Ein Auswahlgremium für einen Bieterwettbewerb wurde bereits installiert. In der Septembersitzung soll die dann aktualisierte Expertise bereitgestellt werden. Erst Ende Januar 2022 soll der Marktgemeinderat nach Prüfung der Angebote einem Architekten den Zuschlag erteilen.

Werden Wölfe für Waldkindergarten gefährlich?

Für einen Waldkindergarten in Wichsenstein, der dem Kindergarten St. Erhard als weitere Gruppe mit vorerst 15 Kindern angegliedert werden soll, erteilte der Rat am 1. September 2022 einstimmig seine Zustimmung. Dafür werden nächstes Jahr Haushaltsmittel in Höhe von 120.000 Euro bereitgestellt. Für Kerstin Hölzel (SPD) eine „super gute Lösung“.

Auch Benno Beck (BMG) fand die Einrichtung eines Waldkindergartens gut, warnte aber vor Wölfen. „Ich habe große Bedenken wegen der Wolfspopulation bei uns, die noch ein riesiges Problem wird“, so Beck. Wölfe liefen inzwischen schon am helllichten Tag durch Ortschaften, das werde zur Gefahr für Kinder im Wald. „Die Frage ist, was die Jäger sagen, ob ihnen schon mal ein Wolf vor die Flinte gelaufen ist“, dazu Bernhard Vogel (SPD). Außerdem sei der Waldkindergarten nur 200 Meter von der stationären Einrichtung weg.

„Wölfe dürfen nicht abgeschossen werden“, betonte Beck - und: „Noch sind es Wanderwölfe aber die Population wird enorm steigen wenn keiner abgeschossen wird.“

„Die größte Gefahr sind unvernünftige Leute, die die Wölfe auch noch füttern. Denn so verlieren sie ihre Scheu vor dem Menschen“, so Dietmar Winkler. „Der Hinweis auf die Wölfe ist berechtigt, aber der Waldkindergarten ist eine große Bereicherung für Gößweinstein“, erklärte Zweiter Bürgermeister Georg Bauernschmidt (SPD). Laut Maximilian Sebald (JuF) könne das Wolfsproblem nur die große Politik lösen.

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