Erlös der Corona-Teststation

Gößweinsteiner Feuerwehr ist dritte Wehr im Landkreis Forchheim, die Hightech-Drohne anschafft

12.1.2022, 08:00 Uhr
Kommandant Marcel Zweck im der Drohne im Feuerwehrhaus Gößweinstein. Foto: Thomas Weichert

Kommandant Marcel Zweck im der Drohne im Feuerwehrhaus Gößweinstein. Foto: Thomas Weichert © Thomas Weichert, NN

Nach der Feuerwehr Heroldsberg und der Hundestaffel aus Weilersbach, die der Feuerwehr Weilersbach angegliedert ist, ist die Stützpunktfeuerwehr Gößweinstein nun die dritte Feuerwehr im Landkreis, die über so ein Hightechgerät verfügt. Auch den künftigen Unterhalt der Drohne inklusive Versicherung wird der Feuerwehrverein künftig selbst schultern. Auf die Gemeinde kommen somit keinerlei Kosten für die Drohne zu.

Aktuell sind bereits sieben Feuerwehrleute ausgebildet, um mit der Drohne umgehen zu können. Acht weitere Feuerwehrleute sollen in den nächsten Wochen dafür geschult werden. Solch eine Drohne, die die Bezeichnung „DJI Mavic 2 Enterprise Advanced“ trägt, ist nicht etwa ein neues Spielzeug für die Feuerwehr, sondern hat große Vorteile und viele Nutzungs- und Einsatzmöglichkeiten, betont Kommandant Marcel Zweck.

So nennt Zweck die Vermisstensuche, die Erkundung von Wald- und Vegetationsbränden aus der Luft, die ein gezieltes Ablöschen von allerlei Bränden, egal ob Wald- oder Vegetationsbrand, Haus- oder Scheunenbrand ermöglicht, da die Drohne auch über eine eine hochauflösende Wärmebildkamera verfügt. Außerdem auch eine hochauflösende Digitalkamera mit 32-fachem Digitalzoom.

Mit einem eingebauten Lautsprecher kann die Drohne sogar direkt mit Personen am Boden oder den Bodenmannschaften kommunizieren. Weiterhin verfügt das neue Lufteinsatzmittel über zwei Scheinwerfer und ein Kollisionswarnlicht und kann daher auch bei Nacht eingesetzt werden. Eine eingebaute 2D-Schnellkartierung-Software sorgt für Notfallbewältigung und öffentliche Sicherheit. „DJI AirSense“ vermeidet zudem Gefahrensituationen und verbessert die Luftraumsicherheit durch sofortige Warnungen über bemannte Luftfahrzeuge in der Nähe.

Als Hilfsmittel zur Glutnestersuche, bei Personensuchen, zur Dokumentation und Aufklärung von Einsatzstellen und einigen weiteren Einsatzmöglichkeiten kann das Flugobjekt somit wertvolle Unterstützung leisten. Dadurch ergeben sich sehr viele verschiedene Möglichkeiten die Drohne im Einsatz zu integrieren.

Die Gefahr das die Drohne abstürzen und somit etwas am Boden beschädigen oder gar einen Menschen treffen könnte, ist laut Kommandant Zweck äußerst gering. Sie wird nur von geschultem Personal bedient und außerdem handele es sich um ein Fluggerät der neuesten Generation, das eigentlich nicht abstürzen könne.

„Nach einer fünfstündigen Einweisung und vorherigem Absolvieren des Kenntnisnachweises des Luftfahrtbundesamts sind wir mit einer kleinen Gruppe bereits bestens gerüstet. Ende März wird die Drohne bei der ILS als einsatzfähig gemeldet“, so Kommandant Zweck.
„Es ist toll, dass die Ehrenamtlichen der Feuerwehr alles in Eigenregie, von der Beschaffung über die Ausbildung bis zur Finanzierung, selbst leisten“, lobt Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW).

Durch dieses erweiterte Spektrum könne der Markt Gößweinstein seinen Bürgern nun auch noch mehr Sicherheit bieten, betont der Rathauschef, der selbst aktiver Feuerwehrmann ist. Zimmermann verweist auch darauf, dass aus den Aufwandsentschädigungen der Coronatests inzwischen auch ein neuer doppelachsiger Anhänger angeschafft werden konnte, auf dem künftig die Wechselcontainer verlastet werden können.
Seit 9. Mai vergangenen Jahres bietet die Feuerwehr, zuerst auch Mithilfe der Helfer vor Ort (HvO) vom BRK, die Corona-Schnelltests an. Bisher wurden im Testzentrum Gößweinstein an 150 Tagen 6443 Testungen durchgeführt und 1481 Helferstunden dafür absolviert. Pro Test erhält die Feuerwehr eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 7 Euro.

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