Donnerstag, 21.01.2021

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Gschwand: Erst einmal Ja zu neuem Feuerwehrfahrzeug

Obertrubacher Gemeinderäte stimmten der Vergrößerung einer ortsansässigen Firma zu - 14.01.2021 19:13 Uhr

Geeignet, so führten sie aus, sei aus Sicht der Feuerwehrverantwortlichen vor Ort ein wasserführendes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) oder auch ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF), wofür mit Kosten in Höhe von rund 200.000 Euro gerechnet werden müsste.

Bürgermeister Markus Grüner (CSU) erläuterte, dass der Kauf neuer Fahrzeuge für die Wehren in Geschwand und Wolfsberg in den nächsten Jahren zwar nötig sei, man jedoch zunächst einen Grundsatzbeschluss fassen wolle – und im Folgenden gemeinsam mit den Wehren und der Kreisbrandinspektion die konkreten Bedarfe und Notwendigkeiten zu prüfen.

Mit Wasser kostet mehr

Mehrere Gemeinderatsmitglieder, darunter Stefan Lang (CSU) und Thomas Laitsch (DGH), unterstützten den Wunsch der Geschwander Wehr nach einem neuen Fahrzeug und rieten, bei der Prüfung auch die Potentiale der benachbarten Feuerwehren angemessen zu berücksichtigen.

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Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren und anderen Rettungsorganisationen erreichen oft ein hohes Alter - weil sie zum Glück nur selten gebraucht und gleichzeitig bestens gepflegt werden. In der Region haben viele Einsatzorganisationen ihre Fahrzeuge im Oldtimeralter nach der Außerdienststellung nicht einfach verkauft, sondern behalten. Zum Beispiel als nostalgischer Blickfang für Feste und Umzüge. Manches historische Fahrzeug steht - trotz Jahrzehnten auf dem blechernen Buckel - immer noch im Einsatzdienst. Klicken Sie sich durch die Jahrzehnte von 1932 bis 1979.


Selbstverständlich müsse die Anschaffung immer auch an den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde gemessen werden, zumal – wie Erich Fiedler (BU) sich erkundigte – der preisliche Unterschied zwischen einem TSF ohne Wasser und einem TSF-W beträchtlich sei. Einstimmig wurde beschlossen, grundsätzlich die Notwendigkeit der Beschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr in Geschwand anzuerkennen.

Die Auswahl des Fahrzeugtyps soll im Gemeinderat nach Rücksprache mit den Verantwortlichen der Wehr und der Kreisbrandinspektion erfolgen.

Wiegärtner expandiert

Im weiteren Verlauf der Sitzung befasste sich der Gemeinderat mit der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Gewerbegebiet Bärnfels-Süd" und fasste einstimmig den Feststellungs- und Satzungsbeschluss dazu. Die ortsansässige Firma "Fliesen Wiegärtner" plant im Süden der Ortschaft Bärnfels in unmittelbarer Nähe des Friedhofes die Errichtung eines neuen Betriebshofs, wofür nun planungsrechtlich die letzten Voraussetzungen geschaffen wurden. Der entsprechende Durchführungsvertrag zwischen der Gemeinde und der Firma Wiegärtner wurde ebenfalls vom Gemeinderat bestätigt.

Bürgermeister Grüner zeigte sich erfreut, dass das seit rund 40 Jahren in Bärnfels bestehende Familienunternehmen mit über 20 Arbeitsplätzen in der Gemeinde bleiben und am neuen Standort auch weiter expandieren könne.

Gegen Bebauungspläne von Nachbargemeinden gab es keine Einwände, ihnen wurde allesamt zugestimmt. Im Vorfeld der Sitzung hatte Bürgermeister Grüner die Räte gebeten, fortan FFP-2 Masken während der Sitzung zu tragen. Die Masken mussten nun auch während der Wortmeldungen aufbehalten werden. 

THOMAS WEICHERT E-Mail

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