Agentur für Arbeit

Gute Aussichten: Im Landkreis Forchheim kommen auf jeden potenziellen Azubi zwei offene Stellen

26.7.2021, 06:00 Uhr
Shaher und Halil bereiten sich an der Adalbert-Stifter-Schule auf ihre Mittlere Reife vor. In der Praktikumswoche wollten sie eigentlich in Firmen Praxisluft schnuppern, haben jedoch keinen Platz gefunden. Daher sprang die Schule mit einer Praxiswoche ein.
 

Shaher und Halil bereiten sich an der Adalbert-Stifter-Schule auf ihre Mittlere Reife vor. In der Praktikumswoche wollten sie eigentlich in Firmen Praxisluft schnuppern, haben jedoch keinen Platz gefunden. Daher sprang die Schule mit einer Praxiswoche ein.   © Berny Meyer, NN

Von einer Generation Corona könne im Bezug auf den Ausbildungsmarkt nicht die Rede sein, sagt Matthias Klar, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, zu deren Bereich auch der Landkreis Forchheim zählt. Zwar hätten Unternehmen in der Corona-Krise zum Teil Personal abbauen müssen, aber das sei weniger gewesen als befürchtet.

Parallel dazu brumme der Konjunkturmotor im Handwerk. "Das, was Betriebe umtreibt, ist und bleibt daher der Fachkräftemangel", sagt Klar. Für jugendliche Bewerber um Ausbildungsstellen heißt das: Sie haben sehr gute Aussichten.

Die Statistik zeigt für den Landkreis Forchheim folgendes: Im Juni 2021 haben sich 450 Jugendliche um einen Ausbildungsplatz beworben. Das sind 16 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Ihnen gegenüber standen 570 Lehrstellen, lediglich sechs Prozent weniger als im Juni 2020. Bis Ende Juni waren 140 der Bewerber noch ohne Ausbildungsplatz. Dem gegenüber standen 280 Stellen, die noch offen waren.

Zum Vergleich: Im Jahr 2011 gab es zum gleichen Zeitpunkt 200 noch offene Ausbildungsplätze. Darum bewarben sich 250 Jugendliche. "Inzwischen haben wir es also mit einem Bewerbermarkt zu tun", erklärt Matthias Klar. Will heißen: Wer ein bisschen flexibel in Berufswunsch oder dem Ort der Ausbildung ist, der wird eine Stelle finden.

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