Sonntag, 08.12.2019

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Handball-Derby in Forchheim gerät zum Krimi

Buckenhofen setzt sich im BOL-Nachbarschaftsduell knapp durch - 01.12.2019 22:07 Uhr

Die Kreise von HC-Rückraumflieger Philipp Opitz (weißes Trikot) wussten die Herren vom SV Buckenhofen im Spielverlauf entscheidend einzuengen. © Ralf Rödel


In einer nervösen Anfangsphase des ersten Durchgangs, in dem die Zuschauer fast fünf Minuten bis zum ersten Tor warten mussten, unterliefen Buckenhofen mehrfach technische Ungenauigkeiten. Während Trainer Christoph Schatz viel Personal durchtauschte, kam allein Florian Ladwig gegen seine ehemaligen Mitspieler auf Betriebstemperatur. Mit fünf Toren bis zur Pause hatte Ladwig gehörigen Anteil daran, dass die Hausherren in Schlagdistanz (9:10) blieben. Der HC wiederum, der beim 4:6 (19.) und 6:8 (26.) zweimal eine kleine Lücke schuf, scheiterte nicht nur an seinen Aluminium-Treffern, sondern versteifte sich zu sehr auf schnelle Überfälle oder hoffte auf die individuelle Klasse von Colm Thiel, der vor dem Kreis sofort engen Körperkontakt zu spüren bekam. Rückraumschütze Philipp Opitz fand nur selten Raum zur Entfaltung. Auch emotional traten die Schützlinge von Coach Matthias Gieck eher bedächtig auf. Szenen-Applaus für die sportlich fairste Geste des Nachmittags verdiente sich indes Buckenhofens Nachwuchsmann Max Neumann, als er einen zugesprochenen Einwurf zurückgab. 

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Das erste Aufeinandertreffen der männlichen Handball-Aushängeschilder in Forchheim seit 2015 entwickelte sich zum erwarteten Abnutzungskampf. Nicht unverdient behielt am Ende Bezirksoberliga-Aufsteiger SV Buckenhofen mit 23:21 die Oberhand über den HC.


Mehr Zugriff auf die Partie verschaffte SVB-Keeper Tobias Lengenfelder, der seine Jugend beim HC verbrachte, seinen Vorderleuten direkt nach dem Seitenwechsel mit zwei gehaltenen Bällen. Auch wenn das 12:11, die zweite Führung seit dem 1:0, nur kurz Bestand hatte, ging die Energie nicht verloren. Selbst drei vom HC-Torhüterduo abgewehrte Siebenmeter erschütterten das Selbstvertrauen kaum. Dagegen vermochte es der HC nicht, die an der Seitenlinie von Coach Gieck geforderte Ruhe zu bewahren und den bei 18:16 (47.) und 20:18 (52.) zurückerlangten Vorsprung zu behaupten. So fiel die Entscheidung in der Ehrenbürg-Halle erst auf der Zielgeraden. Beim Stand von 21:21 läutete eine Buckenhofener Torwart-Parade von Lengenfelder die Schlussminute ein. Mit der Routine eines 45 Jahre alten Kreisläufers verwertete vorne Christoph Sümmerer den Gegenstoß und versetzte den HC in den Panikmodus. Zum finalen Nadelstich reichte eine robuste Abwehraktion von Jonas Deittert, die einen Platzverweis für den HC samt Siebenmeter für die eigenen Farben provozierte. Konstantin Winter, der im Verlauf des zweiten Durchgangs mit wuchtigen Abschlüssen insgesamt viermal den Ausgleich für den SVB erzielt hatte, besorgte den 23:21-Endstand.

Buckenhofen: Lengenfelder, Sebastian Weber; Sümmerer (2), Wirth (2), Deittert (1), Schwarz, Ladwig (5/2), Flake (1), K. Winter (8/2), Rusu, Julian Weber (1), Fortsner (3), Neumann, Duckwitz.
HC: Farra, Roth; Schulz, Albrecht (1), Mückusch (2), Thiel (4/2), Distler (1), Nguyen, Engel, Opitz (6), Klingert (3), Stöckl, Rost (1), Mach (3).

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