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Dienstag, 18.05.2021

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Hausen: Ja zur Skater- und Bikeranlage

Der Gemeinderat segnet gegen nur eine Stimme die Planungen für die Sporteinrichtung ab - 18.04.2021 17:24 Uhr

So soll die neue Skater- und Bikeranlage bei Hausen ausschauen: Etwa in der Mitte ist ein Rondell geplant, das mit einem Sonnen- und Regensegel überdacht ist.

18.04.2021 © Illustration: Populär Handcrafted Skateparks


Jugendpfleger Patrick Peter hatte für die Sitzung extra seinen Urlaub unterbrochen, um den Gemeinderat den aktuellsten Stand im Leuchtturmprojekt der beiden Gemeinden zu erläutern. Die geplante Skateranlage grenze im Osten direkt an den Sportplatz der SpVgg Hausen an. Sowohl auf der Ost-, als auch auf der Südseite seien Liegeflächen geplant. Der hintere Bereich der Freizeitanlage sei für die Biker, der vordere Bereich für die Skater vorgesehen. Fast in der Mitte des Geländes sei ein Rondell geplant. Von dort könne man auf dem leicht erhöhten Rondell das Gelände überblicken. Der neueste Planungsentwurf sehe auch ein Sonnen- und Regensegel über dem Rondell vor, so der Jugendpfleger.

Matthias Mauser (Grüne) konnte sich mit der Lage des Eingangs zur Skater- und Bikeranlage nicht anfreunden. Er befürchtet, dass Kinder, die aus der Anlage kommen, durch den vorbeiführenden Radweg gefährdet seien. Er schlug daher vor, den Zugang um 90 Grad zu verlegen. Doch Peter sieht hier keine Gefahr. Die beauftrage Firma plane seit 1994 Skater- und Bikeranlagen und sei Profi auf dem Gebiet. Er appellierte, der Firma zu vertrauen. Man könne im Nachgang immer noch kleine Justierungen an dem Projekt vornehmen.

Zaun oder kein Zaun

Vielmehr sei es jetzt wichtig, dass man zeitnah die Beschlüsse fasse, damit das Projekt in die nächste Stufe gehe, so der Jugendpfleger. Damit sprach er Bürgermeister Bernd Ruppert (CSU) aus der Seele, der davor warnte, nicht alles zu zerreden, sondern die Beschlüsse zu fassen. Nachjustierungen seien jederzeit möglich. Für Roland Garcon (UWG) stellte sich die Frage, ob man die Freizeitanlage umzäune oder nicht. Er befürchtet, dass hier Corona-Partys gefeiert werden. Die Planer aber raten von einer Umzäunung ab, da sie ihrer Erfahrung nach nicht nötig sei.

Wenn – wie befürchtet – aufgrund einer fehlenden Umzäunung die Verunreinigungen durch Hundekot zunehmen sollten, müsse man sich Gedanken machen, wie man dieses Problem löse, schlug Ruppert vor. Corinna Grimm (CSU) sagte, dass eine Umzäunung der Anlage dazu führen würde, dass Mädchen die Freizeiteinrichtung meiden würden, weil sie sich dadurch unsicher fühlten. Man müsse aufpassen, dass man die Mädchen nicht von der Anlage ausgrenze; schließlich seien die Skater sowieso zu 80 Prozent Jungs. Herbert Kemeth (UWG) schlug vor, dass man einen eigenen Bereich für jüngere Fahrer einrichte. Corinna Grimm (CSU) gefiel das Rondell in der Mitte nicht und die geplanten Sitzwürfel sollten mit Lehnen ausgestattet werden, damit sich auch älter Bürger setzen könnten. Trotz aller Bedenken zeigte das Gremium Geschlossenheit: Am Ende der Debatte segnete es die Planungen mit 14:1-Stimmen ab. Nur Roland Garcon stimmte dagegen. Damit hat das Projekt die nächste Hürde genommen.

ALEXANDER HITSCHFEL

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