Donnerstag, 29.10.2020

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Hausens Bürgermeister Bernd Ruppert zieht Bilanz

Fazit nach 100 Tagen: "Mit dem Start bin ich sehr zufrieden" - 24.08.2020 06:00 Uhr

In der Diskussion mit den Gemeinderäten: Hausens Bürgermeister Bernd Ruppert (im pinkfarbenen Hemd) ist mit dem Start seiner Bürgermeister-Zeit sehr zufrieden.

© Foto: Alexander Hitschfel


"In den ersten 100 Tagen habe ich schon bemerkt, was man alles bewegen kann. Das macht sehr viel Spaß. Ist sehr abwechslungsreich, bedeutet aber auch sehr viel Verantwortung für Vieles, an das man nicht immer gleich denkt, wenn es um den Bürgermeister-Job geht. Viele suchen einfach einen Gesprächspartner für Probleme im täglichen Leben. Der bin ich gerne, auch wenn man nicht immer gleich helfen kann", so Ruppert.

Auf die Frage, was für ihn die größte Umstellung zu seiner bisherigen Tätigkeit als Vertriebssteuerer gewesen ist, führt der CSU-Kommunalpolitiker schmunzelnd die Papierflut an. "Als Vertriebssteuerer habe ich in 18 Jahren einen Leitz-Ordner Papier angesammelt. Das habe ich jetzt monatlich. Zum Thema Digitalisierung muss hier noch viel angepackt werden. Das betrifft aber nicht nur meine Gemeinde-Verwaltung, sondern vor allem den Kontakt und die Abläufe mit anderen Stellen. Einiges haben wir hier schon verbessert. Sei es der Umgang mit dem Ratsinformationssystem oder die konsequente Nutzung des E-Postbriefes, um nur zwei Beispiele zu nennen."

Gefragt nach seiner ganz persönlichen 100-Tages-Bilanz, äußert sich Ruppert wie folgt: "Mit dem Start bin ich sehr zufrieden. Bei dem einen oder anderen wünsche ich mir noch ein wenig Geduld von den Bürgern, den Gemeinderäten und von mir selbst. Manche Sachen dauern länger als gewünscht. Das liegt aber nicht daran, dass einer nicht will, sondern daran, dass hier Abläufe eingehalten werden müssen. Gerade wir als Gemeinde müssen mit einem guten Beispiel voran gehen", so der neue Rathaus-Chef.

Lange Vertretungszeiten

Ob er sich das Amt als Bürgermeister auch so vorgestellt hat, wollen wir von ihm wissen: "Da ich schon lange Vertretungszeiten hinter mir habe, bin ich nicht blauäugig gestartet. Trotzdem tauchen jetzt auf einmal Sachen auf, an die bisher niemand gedacht hatte."

Auf die Frage nach einem Lieblingsamt in der Verwaltung findet Ruppert auch schnell eine Antwort: "Das Standesamt ist schon was Schönes. Wenn man zwar nur einen kleinen Teil, dafür aber einen äußerst wichtigen des gemeinsamen Weges eines glücklichen Paares mit beschreiten darf."

Besonders freut sich Ruppert darüber, dass er in der kurzen Zeit gemeinsam mit seinem Team in der Verwaltung schon einiges umsetzen konnte. Als ein Beispiel nennt er die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Auf die Frage wo er die Gemeinde Hausen und sich nach sechs Jahren seiner Amtszeit sieht hat Ruppert schnell eine Antwort parat: "Unsere Gemeinde sehe ich aus den negativen Schlagzeilen herausgekommen und dafür kommen viele positive Meldungen. Wir werden mit unseren Projekten und dem nötigen Zusammenhalt zeigen, dass wir eine positive Vorzeigegemeinde sind", so der Kommunalpolitiker. Welche Projekte dem neuen Bürgermeister noch am Herzen liegen? "Wir bringen mit viel Verzögerung das ISEK im Sommer zu Ende. Daraus resultiert bestimmt, dass im Ortskern einiges getan werden muss. So soll unser Ortskern inklusive der gemeindlichen Liegenschaften wie der ,Krone‘ wieder schön und vorzeigbar werden. Nicht nur wenn in der Vorweihnachtszeit die schöne Weihnachtsbeleuchtung strahlt."

Was sagen die Kinder dazu, dass Papa jetzt der Gemeinde-Chef ist? "Wie alles im Leben hat auch diese Medaille zwei Seiten. Zum einen sind sie stolz und freuen sich, dass der Papa in Hausen arbeitet und vieles für die Gemeinde macht. Zum anderen müssen sie oft auf den Papa verzichten, weil er viele Termine hat", so Ruppert.

Auf die Corona-Pandemie angesprochen meint Ruppert: "Corona hat vieles verändert. So haben wir erst die Verwaltung schließen müssen und nur telefonisch Auskunft geben können. Mit den Termin-Vereinbarungen ist es schon ganz gut gelaufen. Der größte Aufwand waren die ständigen Änderungen in der Schule und im Kindergarten. Hier hatten wir mindestens wöchentlich neue Abstimmungen zu treffen. Nicht immer zum Verständnis der Eltern. Wir wollten hier bestimmt niemanden ärgern, sondern immer nur das Beste für die Allgemeinheit. Hier steht das große Ganze und nicht ein einzelner im Vordergrund", so der Bürgermeister.

ALEXANDER HITSCHEL

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