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Heroldsbach: Neues Corona-Testzentrum in Betrieb

Neues Testzentrum in der Hirtenbachhalle - 04.04.2021 10:56 Uhr

Willi Böhm lässt sich testen: Der 73-Jährige war dafür im neuen Testzentrum in der Hirtenbachhalle in Heroldsbach. Hier nehmen die Malteser Abstriche.

02.04.2021 © Foto: Pauline Lindner


Es war noch nicht 18 Uhr, da stand Willi Böhm (73) schon an der Tür des Corona-Testzentrums in der Hirtenbachhalle. Er sei noch nicht geimpft und möchte in den nächsten Tagen Verwandte besuchen, sagt er, weshalb er sich schon eingefunden hat. Anstehende Osterbesuche veranlassten die Gemeinde, das Testzentrum möglichst bald zu starten, erläuterte Bürgermeister Benedikt Graf von Bentzel (CSU).

Künftig ist es von Montag bis Freitag von 18 bis 21 Uhr geöffnet. Dazu kommt noch am Wochenende die Öffnung von acht bis elf Uhr. Die örtliche Leitung hat Grit Bischoff.

Test gilt für 48 Stunden

Den Schnelltest kann Böhm auch für den Besuch in einem Altenheim nutzen, erklärt Pascal Fellinger, der Diözesankoordinator für die Testzentren der Malteser. Die Malteser übernehmen Testungen in Nürnberg, Bamberg, Erlangen, Waischenfeld und nun eben auch in Heroldsbach. "Der Test gilt für 48 Stunden ab Testung auch für einen Besuch in einer Senioreneinrichtung."

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Ein Test, so argumentiert Fellinger, gibt auch in anderen Situationen Sicherheit, weil man sich selbst und andere schütze. Die Hirtenbachhalle ist gut gelegen, nicht nur für die Heroldsbacher: Er denkt dabei besonders an Besucher der Gebetsstätte und – in hoffentlich absehbarer Zeit – an Besucher des Freizeitparks oder von Außengastronomie. "Das sind Ideen für die Zukunft", sagte er.

Wann schlägt der Test an? "Leider nicht sofort, wenn man glaubt, Kontakt mit einem Infizierten gehabt zu haben", klärt Fellinger weiter auf. "Man muss etwa vier Tage infiziert sein, erst dann sind Antikörper per Test nachweisbar. Der Test kann nur die Antikörper erkennen, nicht das Virus selbst."

Testung von Schülern geplant

Da die Hirtenbachhalle an der Schule liegt, plant die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, auch die Testung der Schüler nach den Ferien. Sie könnten, wenn die organisatorischen Vorgaben geschafft sind, gewissermaßen über die Turnhalle in die Schule gehen, nach einem Test durch fachkundige Personen.

Junge Männer von der Feuerwehr empfingen Böhm an der Tür. "Wir hatten so viele persönliche Rückmeldungen von Ehrenamtlichen", lobte Fellinger. Die Malteser nehmen noch weitere, auch Hauptamtliche, ergänzte er. Hier denkt er nicht zuletzt an Ruheständler mit medizinischen Vorkenntnissen.

Derweilen hatte Böhm seine Anmeldung ausgefüllt und von der ersten Mitarbeiterin die Nummer neun erhalten. Die anderen acht Tests wurden bei den Helfern durchgeführt, weil sie noch nicht geimpft sind. Ein paar Schritte zur eigentlichen Teststraße: Dort warteten zwei Malteser-Mitarbeiter in Schutzanzügen. Böhm nahm Platz, durfte die Maske ablegen und binnen Sekunden war der Abstrich genommen.

Auf das Ergebnis konnte er dann im Ruhebereich warten. Künftig kann man das Ergebnis auch per SMS erhalten und darf gleich nach Hause gehen.

PAULINE LINDNER

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