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Hochwasser im Kreis Forchheim: Experten warnen vor Versicherungslücke

Starkregen und Überschwemmungen können hohe Schäden verursachen - Verbraucherzentrale berät - 31.07.2019 15:58 Uhr

Das THW Forchheim bei einem Hochwasser-Einsatz im Juli 2018 im Landkreis Forchheim. © Nicole Endres


Die Bamberger Verbraucherzentrale warnt vor Versicherungslücken bei Schäden durch Starkregen und Überschwemmungen und bietet zur Elementarschadenversicherung eine kostenlose telefonische Beratung an. Die aktuelle Wetterlage zeigte, dass jederzeit und überall Schäden durch Naturgefahren eintreten können. "Der passende Versicherungsschutz fehlt hier aber oftmals", sagen Brigitte Büttel und Dorothea Tetschlag von der Verbraucherzentrale.

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Fluten setzten Landkreis Forchheim unter Wasser

Aus Straßen wurden Flüsse, aus Kellern und Gärten Seenlandschaften: Der Starkregen traf den Landkreis Forchheim heftig. Vor allem Heroldsbach und Hausen hatten zu kämpfen.


Zuletzt hatte im Juli 2018 Starkregen für Überschwemmungen im Landkreis Forchheim gesorgt. Anwohner wateten mancherorts knietief durch Gärten und Straßen, Autos wurden vom Wasser weggespült. Die Lage erinnerte viele an das verherrende Hochwasser aus dem Jahr 2007, bei dem in der Region auch Todesfälle zu beklagen waren.

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Landkreis Forchheim ging unter: Die Flut von 2007

In der Nacht von Samstag, 21. Juli 2007, auf Sonntag, 22. Juli 2007, gingen Teile des Landkreises sprichwörtlich unter: Ein katastrophales Jahrhundert-Hochwasser sorgte in den Städten und Gemeinden für apokalyptische Szenen, in Poxdorf ertrank eine Seniorin in ihrer Kellerwohnung. Die Archiv-Bilder aus der Schreckensnacht und dem Tag danach.


"Wir wollen die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, für sein Wohnhaus eine Versicherung gegen Naturgefahren wie Überschwemmung und Starkregen abzuschließen", so die Verbraucherexpertinnen.

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Boote auf der Autobahn: Das Hochwasser 2007 bei Baiersdorf

Sintflutartige Regenfälle haben im Juli 2007 in der Region ein Menschenleben und mindestens zehn Verletzte gefordert sowie Sachschäden in Millionenhöhe angerichtet. In den Landkreisen Forchheim und Erlangen-Höchstadt wurde Katastrophenalarm ausgelöst.


Bislang hätten nur 32 Prozent der Immobilienbesitzer in Bayern eine sogenannte Elementarschadenversicherung. Diese kommt für Schäden am Wohneigentum durch Naturereignisse auf.

Info-Telefon zum Versicherungsschutz

Mit einer Infokampagne klären die Verbraucherzentrale Bayern und der VerbraucherService Bayern über diese Lücke im Versicherungsschutz auf. Für Hausbesitzer ist ein Info-Telefon zur Elementarschadenversicherung eingerichtet. Die Versicherungsexperten sind unter der kostenlosen Rufnummer (08 00) 2 22 00 99 zu folgenden Zeiten erreichbar: Dienstags von 10 bis 13 Uhr, mittwochs von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter www.elementarschaden.bayern

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