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Hochwasserwarnung für bebaute Gebiete im Landkreis Forchheim

Pegel der Wiesent steigt stärker an als prognostiziert - Hochwassernachrichtendienst warnt - 29.01.2021 22:08 Uhr

Die Pegel von Flüssen und Bächen steigen weiter an. Das Wasser kommt bebauten Gebieten näher. Das Bild zeigt Kleinsendelbach am Freitagnachmittag. 

29.01.2021 © Foto: Harald Hofmann


Den höchsten Pegelstand soll die Wiesent nach den neusten Prognosen um Mitternacht erreichen. 2,85 Meter in der Spitze werden prognostiziert. Das sind nochmal 30 Zentimeter mehr, als es noch am Freitagnachmittag vorhergesagt wurde.

Damit ist die Hochwasser-Meldestufe 3 deutlich überschritten. Sie wird ab einem Pegelstand von 2,40 Meter ausgelöst. Tritt der Scheitel wie vorhergesagt ein, löst das in Muggendorf automatisch die Vorbereitung zur Sperrung des Parkplatzes der Firma Beru aus. In Ebermannstadt wird am Schöpfwerk 2 in der Pretzfelder Straße eine halbe Meter hohe Hochwasserschutz-Mauer installiert. Bereits am Freitagnachmittag musste die Verbindungsstraße zwischen Streitberg und Niederfellendorf gesperrt werden.

Bebaute Gebiete könnten überschwemmt werden

An der Laufermühle hat die Aisch die Meldestufe 2 überschritten. Der starke Pegel-Anstieg am Freitag soll sich im Laufe des Samstag nach den Prognosen des Hochwassernachrichtendienstes Bayern abschwächen. Der Scheitel wird denoch an der Meldestufe 3 - die Marke von 4,80 Meter - kratzen. Bereits am Freitagnachmittag mussten Straßen in Höchstadt und Hallerndorf gesperrt werden. Mit dem weiteren Anstieg werden in der Nacht zum Samstag wohl auch die Straßen zwischen Willersdorf und Stiebarlimbach, Schlammersdorf nach Trailsdorf und Adelsdorf nach Uttstadt von Sperrungen betroffen sein.

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Für den gesamten Landkreis Forchheim hat der Hochwassernachrichtendienst Bayern die höchste Hochwasserwarnstufe ausgesprochen - die "Warnung vor Überschwemmungen für bebaute Gebiete". Die Warnstufe hat das Wasserwirtschaftsamt Kronach am Freitag um 17.49 Uhr ausgegeben. Sie ist bis zum Samstag, 17 Uhr, gültig. Überschreitet die Aisch beispielsweise den Pegel von fünf Metern, beginnt die Überflutung gewässernaher Bebauung in Schlammersdorf und Trailsdorf.

 

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