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Igensdorf: Kampfabstimmung um CSU-Bürgermeister-Kandidat

Edmund Ulm wird gewählt.Peter Zeiß will aber nicht aufgeben - 04.10.2019 19:23 Uhr

Michael Hofmann beglückwünscht Edmund Ulm (re.) zu seiner Nominierung als Bürgermeisterkandidat der CSU in Igensdorf. © Foto: Petra Malbrich


  Nun ist Edmund Ulm mit deutlicher Mehrheit von der CSU auf den Schild gehoben worden und kandidiert für das Bürgermeisteramt bei den Kommunalwahlen 2020. Er musste sich in einer Kampfkandidatur gegen Peter Zeiß durchsetzen, den Sohn des Alt-Bürgermeisters Erwin Zeiß. Doch Peter Zeiß gibt die Kandidatur nicht auf: "Es gibt noch andere Wege."

Uwe Zollikofer (IU) und Barbara Poneleit (Grüne) stehen also nicht mehr allein im Kampf ums Bürgermeisteramt. Edmund Ulm und Peter Zeiß haben sich in der Ortshauptversammlung der CSU zur Wahl gestellt. "Es hatten mich viele Leute angesprochen", erklärt Peter Zeiß. Also wollte er diesem Wunsch entsprechen. 45 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend. Kreisvorsitzender Michael Hofmann leitete die geheime Wahl. Das Ergebnis fiel deutlich aus: große Mehrheit für Edmund Ulm, den Vorsitzenden des Ortsverbands und langjährigen Gemeinderat.

Das war für Peter Zeiß nicht überraschend: "Es hatte sich in den fünf Tagen vor der Wahl schon abgezeichnet, dass es sich anders entwickelt." Der 53-jährige Familienvater Edmund Ulm sitzt seit 2010 für die CSU im Gemeinderat. Hauptberuflich arbeitet er in einem Industrieunternehmen und ist Nebenerwerbslandwirt.

Pläne für die Lindelberghalle

Aktiv ist er nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch in vielen örtlichen Vereinen: "Ich möchte den Blick nach vorne richten, weiß jedoch auch, dass viele Aufgaben vor uns liegen", sagt er. Damit ist vor allem die Lindelberghalle gemeint.

Hier betont er, man müsse den Mut aufbringen, die Lindelberghalle fertigzustellen, um diese den Nutzern, das sind die Vereine und andere Kulturschaffenden, wieder anbieten zu können. Es gibt jedoch noch andere Themen, die nach Ulms Meinung angegangen werden müssen: "Noch immer fehlt ein Angebot für Senioren, ob betreutes Wohnen oder die Tagespflege."

Weitere Vorhaben von Ulm

Daneben müssten Raum in der Grundschule speziell für die offene Ganztagesschule geschaffen und Radwegelücken geschlossen werden. Die Gräfenbergbahn – eine bessere Taktzeit und Park & Ride – ist ein weiterer Punkt auf Ulms Aufgabenliste für die neue Legislaturperiode.

Gerne möchte er in das Gemeindeentwicklungskonzept eintreten. "Ein fraktionsübergreifendes Miteinander ist mir dabei wichtig, denn nur so sind die Herausforderungen zu meistern", betonte Ulm und stimmte seine Parteimitglieder auf Geschlossenheit ein.

Für Peter Zeiß bedeutet Ulms Wahl nicht automatisch das Aus. Aufgeben wird er nicht: "Es sind noch andere Wege offen", glaubt Zeiß. Nicht nur seine Befürworter heben Peter Zeiß’ langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik hervor. Er ist immerhin der einzige Kandidat, der auf 32 Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik blicken kann. Und: "Ich bin der einzige Neutrale, denn alle anderen im Gemeinderat sind für den jetzigen Zustand verantwortlich", meint Zeiß. Auch die anderen Bürgermeisterkandidaten.

Wie dieses Amtsgeschäft läuft, hat Peter Zeiß von der Pike auf gelernt. Schon als Zweijähriger erhielt er Einblicke. Damals wurde sein Vater Erwin zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt. Viele Abläufe kennt er aus seiner Arbeit in der Verwaltung, zunächst in Eckental, nun im öffentlichen Dienst in Erlangen. Das Bürgermeisteramt kann sich Peter Zeiß deshalb vorstellen. Wie oder für wen er kandidieren wird, das werde sich in wenigen Wochen entscheiden.

Die Entscheidung der SPD in Sachen Bürgermeisterkandidat oder -kandidatin steht noch aus. Zunächst sollte bereits zum Tag der deutschen Einheit eine Aussage getroffen werden. Auf Ende Oktober wurde diese Entscheidung nun verschoben, wie zu hören ist.

PETRA MALBRICH

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