Pavillon am Rathaus

ISEK: So stellen sich die Obertrubacher ihre Gemeinde in Zukunft vor

17.11.2021, 08:00 Uhr
Auch eine Aufwertung des Kletterinformationszentrums wünschen sich die Obertrubacher. 

Auch eine Aufwertung des Kletterinformationszentrums wünschen sich die Obertrubacher.  © Irene Lenk

Als weiterer Baustein des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) fand nun ein Bürger-Workshop im Bildungshaus statt. Für die Bürgerinnen und Bürger war das nach Online-Befragung, Web-Mapping und Ortsspaziergängen eine Möglichkeit mehr, sich einzubringen.

Dabei stellte Gunter Schramm vom Büro Planwerk Stadtentwicklung zunächst die Ergebnisse der Online-Beteiligung vor. Daran haben sich insgesamt 180 Personen aus allen Ortsteilen der Gemeinde beteiligt, etwas überproportional aus dem Hauptort Obertrubach. Rund zwei Drittel der Befragten leben sehr gern in der Gemeinde. Gute Werte gaben sie ihrem Wohnort bei den Schlagwörtern: „sympathisch“, „heimelig“, „grün“ und „sozial“. Eher negativ wird die Gemeinde als „statisch“ „entlegen“ sowie „altmodisch“ gesehen.

Klar an der Spitze wird die Natur, Landschaft, Umgebung als große Stärke genannt, gefolgt von der guten Gemeinschaft. Vielen Befragten fehlen jedoch Radwege oder ein besserer öffentlicher Nahverkehr. Vermisst werden auch eine Kneipe, Eisdiele, Bistro oder andere Gastronomie.

Bei der Erstellung einer digitalen Karte (Web-Mapping) sind in 120 Einträgen ebenfalls zahlreiche Ideen gesammelt worden. So schlägt die Bevölkerung Dorfplätze oder Dorfzentren für verschiedene Ortsteile vor sowie neue Bauplätze. Auch eine Aufwertung des Kletterinfozentrums, Wanderparkplätze und Radwege werden genannt.

Nach dieser Präsentation wurden im Bürger-Workshop in vier Gruppen konkrete Themen und Projektideen diskutiert. So wurde vorgeschlagen, die Grünflächen rund um das Rathaus mit Spielgeräten, Holzliegen und einem Pavillon zu gestalten. Der Hang könnte terrassenmäßig angelegt werden.

Beim Kletterinfozentrum könnten sich die Beteiligten einen größeren Kletterfelsen in Ergänzung zum vorhandenen kleinen Felsen, Ruhebänke und Tische, eine Erweiterung des Spielplatzes und eine Boulderwand vorstellen. Außerdem könnte das Kneippbecken durch einen Pavillon, Sichtschutz, und die Gestaltung des Wasserlaufes aufgewertet werden.

Zum Thema Ehrenamt, Jugend, Familie, Senioren wurden Räumlichkeiten für sämtliche Vereine in Obertrubach mit gemeinsamem Lagerraum vorgeschlagen. Dazu bräuchte es Räume für Veranstaltungen, einen Treffpunkt für die Jugend sowie ein Gesundheits- und Seniorenservicezentrum.

Beim Thema Tourismus(lenkung) bezogen sich die Vorschläge auf die Gründung eines interkommunalen Zweckverbandes für Tourismus und Wirtschaftsförderung sowie auf Radwege, die Ausweisung von Wohnmobilstellplätzen und dem Bau einer Kletterhalle oder die Ausweisung eines Gewerbegebietes.

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