Kein Annafest: Nur einzelne Buden im Forchheimer Kellerwald

10.7.2021, 05:52 Uhr
Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder vermisst das Annafest. Auch heuer entfällt es, nur drei Fahrgeschäfte für Kleinkinder und drei Buden werden Ende Juli im Kellerwald verteilt sein

Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder vermisst das Annafest. Auch heuer entfällt es, nur drei Fahrgeschäfte für Kleinkinder und drei Buden werden Ende Juli im Kellerwald verteilt sein © Archivfoto: Berny Meyer

Keine Musik, keine Imbissbuden oder To-Go-Geschäft kein Autoscooter, keine Lützelberger Kurve und vor allem keinen "Veranstaltungscharakter": "Wir müssen Menschenansammlungen vermeiden", betont Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU) im Gespräch mit den NN.

Das Forchheimer Annafest wurde für 2021 abgesagt. Auch kein abgespecktes "Annafest light" kann stattfinden. Denn an solche Veranstaltungen ist wegen der Pandemie nach wie vor nicht zu denken. Nur ein Minimalangebot für Familien ist möglich, beschloss der Stadtrat schweren Herzens, nachdem die Polizei vor möglichen Hotspots und schwer kontrollierbaren Situationen im Kellerwald warnte (wir berichteten). "Auch wenn es schwer fällt, da müssen wir jetzt durch", so Schönfelder.

"Im Zweifel wird der Kellerwald geräumt"

"In der aktuellen Lage müssen wir weiterhin vernünftig und verantwortungsvoll sein", sagt der Bürgermeister. Für übervolle EM-Fußballstadien hat er kein Verständnis. Er appelliert an die Menschen, sich an Masken- und Abstandsregeln zu halten. Und "wir werden auch ein Auge darauf haben, dass niemand Getränke in den Kellerwald mitbringt und dann länger auf Flächen verweilt". Im Zweifel, so Schönfelder, "wird der Kellerwald von der Polizei geräumt, wenn so etwas passieren würde".

Deshalb stand frühzeitig fest, dass es keinesfalls Bier zum Mitnehmen auf den Kellern geben dürfe. Auch der Lützelberger Kurve wurde eine Absage erteilt. "An dieser Engstelle muss eine Menschenansammlung vermieden werden." Einige Bierkeller, die sonst nur während des Annafests öffnen, werden wohl auch leer bleiben, glaubt Schönfelder.

Drei Fahrgeschäfte für Kleinkinder, drei Buden im Kellerwald

Drei Fahrgeschäfte für Kleinkinder und drei Buden wird es ab 23. Juli geben – verteilt im Kellerwald, damit sich nirgends Trauben bilden:

– Zwischen Winterbauer und Greif-Keller: Schiffschaukel und Süßigkeitenstand

– Beim leeren Riesenrad-Platz: Spicker-Bude und Kinderkarussell

– links vom Schindler-Keller: Kinderkettenkarussell

– Bei der Rotkreuz-Bude/dem Glückshafen: Süßigkeiten-Stand

"Überschaubar klein - und trotzdem vergnüglich"

"Überschaubar klein ist das Angebot – und trotzdem vergnüglich", sagt Schönfelder. Werbung dafür macht die Stadt ausdrücklich nicht. Der Bürgermeister freut sich, dass "in guter Abstimmung mit Polizei und dem Landratsamt dieses Angebot für Familien möglich ist."

Ein wenig Hoffnung hat er, dass Ende Juli oder Anfang August, je nach aktueller Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, einzelne Nachjustierungen möglich sind: "Aber die werden überschaubar sein. Das kann ich jetzt schon sagen."

Wieder kein Annafest: "Ich vermisse es sehr, das muss ich sagen", so Udo Schönfelder. "Die Hoffnung ruht auf 2022. Ich wünsche mir inständig, dass unser schönes Annafest dann wieder möglich ist."

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