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Sonntag, 15.09.2019

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Kersbacher Kreisel wird international

Auswahlverfahren für das Kunstwerk läuft - Entscheidung im Oktober - 22.08.2019 16:00 Uhr

Auf dem Erdhügel am Kersbacher Kreisel soll bald Kunst sprießen: Der Kunstwettbewerb läuft, eine Entscheidung soll im Oktober fallen. © Foto: Edgar Pfrogner


Der Kersbacher Kreisel soll zum Hingucker werden. Das hatten die Kreisräte des Bau- und Verkehrsausschusses bereits im März vergangenen Jahres mit einem Ja zur "künstlerischen Gestaltung des Kreisverkehrs" beschlossen. Die Idee dabei ist nicht neu, sondern seit 2014 Bestandteil der "Lokalen Entwicklungsstrategie" im Rahmen des "Leader"-Förderprogramms der EU.

Der Wettbewerb richtete sich dabei an professionelle Künstlerinnen und Künstler mit Wohn- und Arbeitssitz in der EU und den assoziierten Ländern. Bewerbungssschluss war der 30. Juni. (wir berichteten).

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Sie tragen hochtrabende Namen wie "Mutes Flügel", "Große Schulter" oder "Talking to the Sky". Die Rede ist von den Kunstwerken, die in der Region Plätze in der Innenstadt, das Zentrum von Kreisverkehren oder Skulpturenpfade zieren. Oft haben die Werke nach ihrer öffentlichen Präsentation polarisiert und kritische Reaktionen hervorgerufen. Das sind die skurrilsten Werke aus der Region.


Insgesamt 101 internationale Bewerber haben sich an der Ausschreibung beteiligt, bestätigt jetzt Kulturreferent Anton Eckert auf Nachfrage der Nordbayerischen Nachrichten. In einer ersten "Runde" wurden davon zehn Teilnehmer-Entwürfe bereits ausgewählt.

Wichtigstes Anforderungsprofil für die Kreisel-Kunst: "Das Projekt soll den Besuchern der Region in anspruchsvoller und innovativer Form einen positiven Erst-Eindruck vermitteln" und "Charakteristika der Region" präsentieren wie "geologische Formationen, Bauobjekte, regionale Wahrzeichen, volkskundliche Phänomene und kulinarische Regionalprodukte", informierte das Landratsamt.

Bis Ende September haben diese zehn Künstler nun Zeit, ihre Entwürfe zu konkretisieren, dafür bekommen sie 1000 Euro Honorar. Dann folgt die nächste Sitzung des Preisgerichts, in der der Sieger ermittelt wird.

78 000 Euro will man sich die kreisrunde Kunst kosten lassen, auf den Landkreis sollen rund 25 000 Euro zukommen. Die Entscheidung fällt am 10. Oktober. 

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