Montag, 22.04.2019

|

Kirchehrenbach: Mittelschüler bauen Boom-Boxen

Beim Technik-Projekt die Gemeinschaft gestärkt - 16.04.2019 08:00 Uhr

Mit der fertigen Boom-Box in der Hand freuen sich die Schülerinnen und Schüler über den selbst gefertigten Erfolg ihrer Arbeit.


Entstanden sind Holzgehäuse, Platinenbestückung und die Montage weiterer elektronischer Bauteile unter der Anleitung von Sozialpädagogin Gisa Stich und Jens Reinert vom Bamberger "Institut für innovative Bildung" (IfiB). Bei den Workshops seien in der Metropolregion Nürnberg bereits über 1000 Boxen gebaut worden, einige davon im Vorjahr auch in Kirchehrenbach, erzählte Gisa Stich. Aus guten Gründen wünscht sich Stefanie Rosa die Fortsetzung des Projekts im kommenden Jahr.

Im Unterrichtsalltag sei das, was da an Sozialkompetenz und Disziplin vermittelt werde, kaum zu erreichen. Weiterer Vorteil sei die Verknüpfung zum Deutschunterricht durch die Beschreibung der Arbeitsschritte. Immer habe sie eine freundliche Atmosphäre angetroffen, verdankt sei dies Gisa und Jens; sei der Respekt der Schüler untereinander gewachsen, ist der Klassenleiterin aufgefallen. Für Isabell, die sich bisher wenig mit Technik beschäftigte, war das Löten der Kabelverbindungen eine "fitzeliche" Feinarbeit, aber mit mehr Geduld gingen auch bei ihrem "Kästla" die LEDs an. Nicht ganz schmerzlos lernte Alex; seine Finger machten Bekanntschaft mit dem 360 Grad heißen Lötkolben, doch das war locker zu "verschmerzen", angesichts der erstaunlichen Stereoqualität, die aus den (kostenlosen) "Schachteln" kommt und nun daheim in den Jugendzimmern "boomt".

Technik ist beliebt

Fabienne ist in dem Praxisseminar das Mehr an beruflichen Möglichkeiten bewusst geworden. Für Jana, die am letztjährigen "Girls’ Day" schon in den "Jungsberuf" Straßenwärter geschnuppert hat, steht nach den Elektronikbasteleien fest: " Mein Praxisfach im achten Schuljahr ist die Technik."

David aus Oberehrenbach verbringt seine Freizeit seit jeher am liebsten in der väterlichen Hobbywerkstatt; da wird geschraubt und gesägt. Selbstverständlich gilt seine Zuneigung einem handwerklichen Beruf. Durch die Bank bemerkten die Schülerinnen: "Durch mehr Kontakt mit den Jungs ist die Klassengemeinschaft verstärkt worden". 

Marquard Och

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Kirchehrenbach