Montag, 18.11.2019

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Kirchehrenbach: VG-Zentrum soll barrierefrei werden

Spätestens in vier Jahren soll der Umbau abgeschlossen sein - 05.11.2019 09:24 Uhr

© Marquard Och (Archivbild)


Doch schon drohen überörtliche Revisionen zum Preis von 120.000 Euro.

Verwaltungschef Klemens Denzler stellte den Haushaltsplan für 2020 vor, in dem Kämmerer Bastian Holzschuh für die Jahre bis 2022 jeweils 40.000 Euro für die überörtlichen Rechnungsprüfungen angekündigt hat. Dabei zweifelte Denzler nach einem nicht wahrgenommenen zurückliegenden Termin der Regierungsabgesandten an dem hohen Preis, den er am liebsten nicht bezahlen würde. Positiv war im Vorbericht angemerkt: die 744.000 Euro hohen Personalkosten verharren trotz Tariferhöhungen und dem Ausbildungsplatz für einen Beamten des mittleren Dienstes auf dem Niveau von 2019.

Mehr zu zahlen

Auf jeden Fall ergibt sich aus den Rechnungsprüfungen, erhöhten 25.000 Euro Kosten für den Bauunterhalt und 8000 Euro für Aus- und Fortbildungen eine Steigerung der VG- Umlage für die einzelnen Gemeinden; bei knapp 988.000 Euro im Verwaltungshaushalt und gut 14.000 Euro im Investitionshaushalt beträgt die Verwaltungsumlage 655000 Euro. Die VG ist seit 2002 von 6127 auf 5900 Einwohner geschrumpft, daher sind nun pro Einwohner 111 Euro umzulegen. Bei der 60.500 Euro hohen Investitionsumlage treffen analog 10,26 Euro pro Kopf zu.

Außerordentliche Ausgaben im Jahr 2020 sind 27.000 Euro für ein Kopiergerät, die kürzlich total ausgefallene Telefonanlage aus dem Jahr 2001 und für Büroschränke. 12000 Euro werden für die Fort- und Ausbildung, also die Entwicklung des eigenen Personals aufgewendet, bei der Neuerstellung der Internetseiten von Gemeinden und VG (Kosten: 8000 Euro) hofft der Verwaltungschef auf Unterstützung aus den Kommunen.

Für die Vorplanung zur barrierefreien Ertüchtigung und Erweiterung des Verwaltungszentrums sind zunächst 8000 Euro vorgesehen, für die Entwurfsplanung im Folgejahr 12.000 Euro, im ersten Bauabschnitt soll 2023 der Aufzug eingebaut werden. Voraussetzung: Es fließen dafür 80 Prozent Zuschuss. Mitzuteilen hatte der VG-Vorsitzende Amon nach einer Ankündigung des Verlags Linus Wittich: Der Preis für das Mitteilungsblatt müsse bei derzeit einem Abo von 9,19 Euro durch permanente Erhöhungen für die Zustellungen und gestiegene Papierpreise ab Januar 2020 auf 18,20 Euro angehoben werden.

Kostenlos wie anderswo

Hier kam der Weilersbacher Bürgermeisterstellvertreter Marco Friepes (CSU), Bürgermeisterkandidat 2020, auf den einst nicht durchsetzbaren Vorschlag der Kirchehrenbacher Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) zurück, das Mitteilungsblatt wie bei Nachbargemeinden längst üblich kostenfrei zur Verfügung zu stellen; mit der Online-Schaltung ging Friepes noch einen Schritt weiter und traf damit auf Befürworter.

Kirchehrenbachs Vizebürgermeister Michael Knörlein (CSU) sprach sich allerdings für die Beibehaltung der wöchentlichen Zustellung aus. Die Entscheidung sei Sache der neuen Verbandsräte, so die Auffassung von Gerhard Amon, der zur Kommunalwahl 2020 nicht mehr antretenden wird. Eingangs galt dem verstorbenen 3. Bürgermeister Leutenbachs, Richard Dorsch, ein ehrendes Gedenken.

Marquard Och

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