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"Klimawandel ruht nicht": Fridays for Future plant wieder Aktionen in Forchheim

Sind bald wieder Demos für Umweltschutz in Forchheim geplant? Die NN haben nachgefragt - 05.07.2020 09:38 Uhr

Archivbild: Zuletzt hatte Fridays for Future Forchheim im Oktober 2019 eine Demonstration organisiert. Vom Le-Perreux-Park zogen die rund 500 Demonstrierenden durch die Innenstadt bis zum Paradeplatz.

© Roland g.Huber


Nicolai Prechtel

© Foto: privat


Im März war eine Demo von Fridays for Future Forchheim geplant gewesen, doch sie musste entfallen. Zuletzt fand im Oktober 2019 eine FFF-Demonstration für mehr Klimaschutz in Forchheim statt

FFF ist mit Freitags-Demonstrationen bekannt geworden. Fehlt es ohne Demos an Schlagkraft?

Schon, unsere Hauptschlagkraft liegt auf der Straße. Aber es gab auf Bundes- und Länderebene verschiedene Aktionen, digitale Veranstaltungen, intern und extern. Wir haben Abgeordnete kontaktiert, bei ihnen für mehr Klimaschutz geworben. Und wir haben im Internet unter bestimmten Hashtags mit Fotos und Forderungen auf Umweltschutz aufmerksam gemacht. Denn der Klimawandel ruht nicht während Corona. Langfristig wollen wir auch wieder auf die Straße. Wir sind aber vorsichtig und behalten das Infektionsgeschehen im Blick. Wir planen derzeit und erwägen, kleinere Aktionen statt größerer Demos umzusetzen.

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Großer Klimastreik: 500 Forchheimer bei Fridays for Future

Mit rund 500 Teilnehmern fand am Freitagmittag die zweite "Fridays for Future"-Demo in Forchheim statt. Der Protestmarsch führte wieder vom Stadtpark bis auf den Paradeplatz - diesmal hatten sich aber mehr Eltern und Beschäftigte den Jugendlichen angeschlossen.


Zuletzt wurden Unterschriften zum Ausrufen des Klimanotstands in Forchheim gesammelt. Ist das weiterhin ein Ziel?

Ja, wir haben 115 Unterschriften, etwa die Hälfte der Stimmen, die notwendig sind, um einen Bürgerantrag in den Stadtrat einzubringen. Durch Corona mussten wir das vorerst auf Eis legen. In Großstädten laufen die FFF-Demos gerade wieder an. Wir fordern von der Politik, jetzt sehr viel stärker nachhaltige Wirtschaft zu fördern.

Was nimmt FFF aus der Krise mit?

Sie hat gezeigt, wie wichtig es ist, auf die Wissenschaft zu hören. Wir wünschen uns, dass die Politik das auch macht, wenn es um das Einhalten der Klimaziele geht. Denn wir dürfen uns nicht unreflektiert nach dem Stand von vor Corona zurücksehnen, sondern müssen die Situation jetzt positiv weiterentwickeln – damit wir in Folge des fortschreitenden Klimawandels in 15 Jahren nicht vor viel größeren wirtschaftlichen wie sozialen Problemen stehen, die schwerer zu bewältigen sein werden. Dafür müssen wir unsere Art, zu leben und zu wirtschaften, grundlegend ändern – und das fängt beim aktuell stattfindenden Wiederaufbau der Wirtschaft an.

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