Hebammen

Klinikum Forchheim: Ambulanz-Sprechstunden der Hebammen sind wieder da

15.6.2021, 16:00 Uhr
Von links: Bärbel Matiaske (Gesundheitsregion Plus), Kathinka Löb (Hebamme in der Ambulanz) und Anke Thor (Inhaberin der Hebammenpraxis in Ebermannstadt).

Von links: Bärbel Matiaske (Gesundheitsregion Plus), Kathinka Löb (Hebamme in der Ambulanz) und Anke Thor (Inhaberin der Hebammenpraxis in Ebermannstadt). © Landratsamt Forchheim/Löb

Nach Bedarf – vor allem während der Ferienzeiten – stehen immer vormittags Hebammen aus dem Landkreis Forchheim oder aus der Klinik Forchheim – Fränkische Schweiz für Wöchnerinnen zur Verfügung. Die Koordination erfolgt durch die Hebammenpraxis Ebermannstadt. Für den ersten Termin ist eine Online-Terminvereinbarung erforderlich unter www.hp-ebs.de/index.php/neu-wochenbettambulanz.

Im Landkreis Forchheim besteht ein akuter Hebammenengpass und die Pandemie hat die Versorgung zusätzlich erschwert, denn eine Hebamme, die selbst schwanger ist, kann nur in Ausnahmefällen geimpft werden und darf nicht mehr beruflich tätig werden.

Daher sind Bärbel Matiaske, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion Plus am Landratsamt Forchheim, und Landrat Hermann Ulm froh, dass „wir alle Ressourcen im Landkreis bündeln konnten, damit jede Erstgebärende nach der Geburt eine Wochenbett-Betreuung erhalten kann“. Die Ambulanz stelle „einen guten Ersatz für den Hausbesuch dar“ – vor allem für die Frauen, deren Geburtstermin schon einige Tage zurückliegt und die aus vorherigen Schwangerschaften auf ihre eigene Erfahrung zurückgreifen können. „Idealerweise wünschen wir uns Hebammenbesuche bei den Frauen zu Hause, doch die knappen Ressourcen erlauben dies im Moment nicht“, so Bärbel Matiaske.

In der Wochenbett-Ambulanz sprechen Hebammen mit den Wöchnerinnen über die Geburt, erste Erfahrungen mit dem Kind, klären medizinische Fragen, betreuen bei Stimmungsschwankungen („Baby-Blues“) und geben praktische Tipps zur Säuglingspflege. Sie unterstützen beim Stillen und dabei, dass Mutter und Kind eine gute Beziehung zueinander aufbauen („Bonding“). Hebammen kontrollieren bei Mutter und Kind die Heilungsprozesse (Dammrisse, Kaiserschnitt, Nabel) und prüfen beim Neugeborenen die mögliche Entwicklung einer Gelbsucht. Hebammen kontrollieren die Rückbildung der Gebärmutter und leiten erste Übungen zur Rückbildung an.

Die Wochenbett-Ambulanz wird durch die Regierung von Oberfranken mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege gefördert.

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