Samstag, 21.09.2019

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Kunreuth erhöht Kita-Gebühren und will mit LED-Technik sparen

Jährliches Kita-Defizit von 200.000 Euro - Angst vor Überschwemmung - 25.08.2019 10:00 Uhr

In Kunreuth und seinen Ortsteilen erhält LED-Technik Einzug. © Roland Huber


Da nun Eltern für über dreijährige Kinder vom Freistaat 100 Euro pro Monat erhalten, haben die Mitgliedsgemeinden der VG beschlossen, ihre Gebühren anzuheben – und zwar um jeweils 15 Euro, so dass beispielsweise bei einer Buchungszeit von drei bis vier Stunden statt bisher 85 Euro nun 100 Euro fällig werden. Dies sei eine Art Inflationsausgleich, da die Gebühren letztmals 2016 angehoben wurden. „Wir müssen die Erhöhung so betrachten, als erhielten die Eltern keine Entlastung“, betonte Hartmut Schmidt (Demokratie).Die Krippengebühren bleiben gleich.

Ochs wies darauf hin, dass ab dem kommenden Jahr auch hierfür Eltern Zuschüsse vom Staat erhalten werden. Diese sind allerdings einkommensabhängig. „Wir brauchen keine Erhöhung, nur weil alle anderen es machen“, reagierte Edwin Rank (CSU/BB) und stimmte letztlich auch dagegen. Ob das Defizit nun 200.000 Euro oder nur 190.000 Euro betrage, sei in diesem Zusammenhang gleichgültig. Ochs stellte in den Raum, dass womöglich nun wegen des Zuschusses Eltern längere Zeiten für ihre Kinder buchen. Dann müsste die Gemeinde womöglich mehr Personal einstellen. Darin sieht er eine große Unsicherheit, die auf alle Gemeinden zukäme.

Angst vor Linde in der Nähe des Friedhofes

Weiter beschloss der Gemeinderat, 32 Straßenlampen auf LED umzurüsten. Es handelt sich um die Leuchten, die im Kontrollturnus liegen und durch einfaches Auswechseln der Glühmittel umzustellen sind. Acht sind es in Ermreus um die Bushaltestelle, in Kunreuth 13, drei Leuchtstoffröhren in Regensberg und acht Lampen in Weingarts. Die Kosten belaufen sich auf knapp 2300 Euro. Dagegen steht eine jährliche Stromersparnis von 1200 Euro. „Ein Anfang wäre es“, sagte dazu Dietmar Vollrath (Demokratie). Die Gemeinde überlegt nun, ob nicht auch die anderen 97 Straßenlampen ausgetauscht werden sollten. Bei ihnen müssten die kompletten Leuchtkörper raus, so dass pro Lampe höhere Kosten entstünden.

Nahe dem Kunreuther Friedhof steht eine stattliche Linde auf Gemeindegrund. Der Nachbar befürchtet Astbrüche bei starkem Wind. Deshalb will die Gemeinde den Baum zurückschneiden lassen. Hartmut Schmidt mahnte an, dass das Bachbett von eingeschwemmtem Humus auszubaggern sei. Die inzwischen hochgewachsenen Pflanzen würden eine Gefahr des Über-die-Ufer-Tretens beim nächsten Hochwasser darstellen. Laut Ochs haben sich die Arbeiten des Bauhofs verzögert, weil kein geeigneter Bagger mit einem Humuslöffel anzumieten war.

  

PAULINE LINDNER

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