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Kuschelalarm: Alles rund um den Teddy im Kameramuseum Plech

Bäriges Buch und bärige Ausstellung: Einblicke in ein spannendes Museum - 01.01.2021 10:39 Uhr

Ein Beispiel aus vielen hundert Teddy-Geschichten: Die liebevoll gestalteten Motive wurden mit viel Phantasie und handwerklichem Geschick in Szene gesetzt.

30.12.2020 © Foto: Deutsches Kameramuseum


Die auf diesem Gebiet renommierte Kunsthistorikerin Barbara Eggers aus Berlin hat in ihrem dieser Tage erschienenen Buch "Fotomodelle in Plüsch" eine Forschungsarbeit über Teddybären in der DDR veröffentlicht. Ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation ist dem früher in Dresden beheimateten Fotografen und heutigen Wahl-Hofer Andreas Pietrucha (74) gewidmet, der mit den Teddy-Geschichten seiner Firma Mikrolux so gut wie allen Kindern in der DDR ein Begriff war.

Es gab drei private Hersteller von Bärengeschichten beziehungsweise Bärenfilmen. Mikrolux dürfte davon der bekannteste in Ost und West gewesen sein. Die Firma, die Bernhard Pietrucha gegründet und von ihm und seinem Mitinhaber und Sohn Andreas Pietrucha geleitet wurde, saß in Dresden. Andreas Pietrucha war einer der Fotografen, Grafiker und Gestalter von Dia- und Stereo-Dia-Serien mit Bärengeschichten. 

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Deutsches Kameramuseum in Plech eingeweiht

Mit einem Festakt wurde am Pfingstsamstag das Deutsche Kameramuseum in der Plecher Schule feierlich eingeweiht. Dem Initiator Kurt Tauber gratulierte nicht nur der Plecher Bürgermeister Karlheinz Escher. Auch alle anderen Festgäste, darunter der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Peter Meyer, der Landtagsabgeordnete Christoph Rabenstein sowie die beiden Pegnitzer Bürgermeister Helmut Graf und Hans Böhmer, staunten über die umfangreiche und hochwertige Sammlung. Stefan Brand hielt eine Laudatio auf seinen früheren Kollegen Kurt Tauber.


Anno 1972 wurde die Firma von der Staatsführung der DDR in Volkseigentum umgewandelt. Andreas Pietrucha blieb weiter im Osten und später auch im Westen als Fotograf und Fotohändler erfolgreich. Die Teddyfotografie war eine liebgewordene Nische seines fotografischen und künstlerischen Schaffens.

Andreas Pietrucha und seiner ehemaligen Firma Mikrolux ist ein Großteil eines neuen Teddybären-Buchs gewidmet. Die Teddy-Geschichte wird auch im Deutschen Kameramuseum in Plech vorgestellt.

30.12.2020 © Foto: Deutsches Kameramuseum


Heute als Rentner ist der inzwischen 74-Jährige ehrenamtlich im Deutschen Kameramuseum in Plech tätig. Viel besucht sind seine "Schätzsonntage" jeden ersten und dritten Sonntag im Monat – was derzeit allerdings nicht möglich ist. Pietrucha berät bei Sammlungen, Verkäufen und Bewertungen.

Teddy-Museum in Hof gibt es nicht mehr

Das Teddy-Museum in Hof gibt es bekanntlich nicht mehr. Mit Pietrucha sind die Teddybären im Film und in Buchform allerdings wieder nach Hochfranken gekommen. Im Deutschen Kameramuseum in Plech gibt es die Mikrolux und ihre Historie in einer Vitrine zu bestaunen – sobald Corona wieder Musuemsbesuche erlaubt. Natürlich sind die Bären und ihre Geschichte(n) dabei. 

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Winterland Fränkische Schweiz: Die schönsten Schneefotos

Er wird jedes Jahr aufs Neue sehnlichst erwartet: der erste Schnee! Wenn die ersten Flocken fallen, verwandelt sich die Fränkische Schweiz in ein Winterwunderland. Wir haben die schönsten Fotos aus den vergangenen Jahren für Euch zusammengestellt. Vorsicht: es wird romantisch...


Übrigens: So schön Dresden heute wieder in altem Glanz erstrahlt – Andreas Pietrucha zieht es nicht mehr in seine alte Heimat. Zuviel hat sich an negativen Erinnerungen an die Schikanen, denen er zu DDR-Zeiten als Künstler und Unternehmer ausgesetzt war, bei ihm aufgestaut. Er hat seit der Wende seinen Lebensmittelpunkt in Hof gefunden und fühlt sich in der Stadt und der fränkischen Umgebung sehr wohl.

Infos und Bilder zu Mikrolux und den
Teddy-Geschichten im Internet unter www.a-pietrucha.de und www.kameramuseum.de

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