Freitag, 22.01.2021

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Ladenöffnung trotz Lockdowns: Solidaritätsaktionen ja, aber bitte ohne Regelverstoß

Ein Kommentar: Sinnvolle Aktionen statt Provokation können auf die Lage der Läden aufmerksam machen - 12.01.2021 18:24 Uhr

Solidaritätsaktionen für den Einzelhandel und auf die existenzbedrohende Lage aufmerksam zu machen ist wichtig,aber nicht samt Verstößen gegen Corona-Regeln, kommentiert NN-Redakteurin Lea-Verena Meingast.

12.01.2021 © Edgar Pfrogner


Der aktuelle Lockdown trifft den Handel erneut hart, Inhaberinnen und Inhaber bangen angesichts wegbleibender Umsätze um ihre Existenz. Ein Geschäft in Forchheim öffnete daher, um auf die Situation hinzuweisen. Die Lage ist schlimm – dafür muss man Verständnis haben. Auch die NN haben laufend über die Auswirkungen des Lockdowns auf Handel und Gastronomie in und um Forchheim berichtet und werden das weiterhin tun.

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Die Geschäftswelt in Forchheim reagiert kreativ und mit frohen Botschaften in der Krisenzeit. "Glaubt mir, die guten Zeiten sind schon auf dem Weg zu uns", heißt es in einem Schaufenster. Die Aushänge sind kreativ bis herzlich.


Dabei kommen auch Menschen zu Wort, die manche Maßnahmen der Regierung kritisch sehen. Um das aktuelle Geschehen einzuordnen, befragen wir Betroffene und offizielle Behörden wie das Landratsamt und die Polizei – ein ganz normaler Vorgang. Genauso berichten wir über aktuelle Aktionen des Einzelhandels, wie den Langen Einkaufssamstag oder die Möglichkeiten, mit "Click & Collect" zu shoppen.

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So lief der Lange Einkaufssamstag in Forchheim

Die meisten teilnehmenden Einzelhändler/innen waren mit dem Kundenzuspruch zufrieden: So lief der Lange Einkaufssamstag in Forchheim.


Auf die schwierige Lage aufmerksam zu machen, ist wichtig – aber nicht mit Aktionen, die auf reine Provokation abzielen und bei denen weder auf Abstandhalten noch auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes geachtet wird. Denn dann kommen Zweifel auf, ob die Initiatoren solcher Aktionen die Corona-Lage wirklich ernst nehmen oder ob es sich um Corona-Skeptiker handelt, die die aktuelle Situation verharmlosen – ein Schlag ins Gesicht für Mitarbeitende im Gesundheitssektor.

Angesichts zuletzt weiter gestiegener Sterbezahlen im Landkreis Forchheim und immer noch hoher Infektionszahlen gilt es, das Ansteckungsrisiko zu senken – auch wenn das weiter Lockdown bedeutet. Bis wir zur Normalität zurückkehren können, sind innovative Aktionen mit gebührender Vorsicht nötig. Und Zusammenhalt.


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