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Donnerstag, 23.05.2019

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Landkreis Forchheim: Die Top 5 der Straßenbauprojekte 2019

7,2 Millionen Euro fließen in Kreisverkehr, Wege und Straßen - 23.02.2019 07:57 Uhr

Hier baut der Landkreis 2019. © NN-Infografik


Um die komplette Grafik anzusehen bitte hier klicken. Rund 7,2 Millionen Euro — so viel Geld nimmt der Landkreis für Straßenbauprojekte 2019 in die Hand. Darunter fallen dieses Jahr beispielsweise acht Ortsdurchfahrten (von Flick- bis Sanierungsmaßnahmen) — die typische Hauptstraße durch einen Ort — für die der Kreis zuständig ist. Daneben hat Tiefbauamtsleiter Dieter Els zwei Verbindungsstraßen auf seine Straßenbauliste gesetzt (siehe Grafik). Die größten fünf Projekte (siehe Artikel), kosten den Landkreis 5,2 Millionen Euro. Manches der aufgelisteten Vorhaben ist noch nicht in trockenen Tüchern, weil beispielsweise der Grunderwerb von benötigten Flächen noch offen ist. Die Top 5-Projekte im Überblick

Zu klein und gravierend

810 Meter lang ist der Abschnitt zwischen Ober- und Unterzaunsbach. Die Kreisstraße FO 6 ist mit 4,75 Meter Fahrbahnbreite nicht nur zu schmal — sie weist auch gravierende Mängel auf. Der Asphalt ist stark geschädigt, er setzt sich und bricht aus. "Entwässerung und Bankette sind ebenfalls in einem desolaten Zustand", teilt Tiefbauamtsleiter Dieter Els mit. Die Sichtverhältnisse sollen nach der Sanierung auf der Strecke für die Autofahrer besser sein, die Fahrbahn auf eine Breite von 5,5 Metern anwachsen. Der Ausbau macht eine Vollsperrung mit großräumiger Umleitung über Pretzfeld und Egloffstein notwendig.

Ein sicherer Knoten

Bald soll das Abbiegen von Bammersdorf in Richtung Eggolsheim sicherer sein. © Ralf Rödel


Hier wird schon gebaggert und zwar fast mitten im Wald: Das Gemeinschaftsprojekt des Marktes Eggolsheim mit dem Landkreis kostet rund 750 000 Euro und betrifft die Kreuzung von der ehemaligen B 4 kommend in Richtung Bammersdorf. Kurz nach der Autobahnbrücke kann der Autofahrer nach links in Richtung Eggolsheim abbiegen. Nach Ende der Baumaßnahme soll dieser Knotenpunkt mit einem Linksabbiegestreifen sicherer werden, für Fußgänger und Radfahrer gibt es eine beleuchtete Querungshilfe.

Die Gemeinde will zusätzlich entlang der Straße nach Eggolsheim einen straßenbegleitenden Geh- und Radweg bauen. Für die Straße zwischen Eggolsheim und dem Kreuzungspunkt braucht es daher eine Vollsperrung, die Straße zwischen der alten B 4 und Bammersdorf muss halbseitig, teils voll gesperrt werden.

Ein Millionenprojekt

Über 2,2 Millionen Euro nimmt der Landkreis für den Ausbau seiner Kreisstraße zwischen den Orten Hiltpoltstein und Schossaritz in die Hand. Die Mängelliste ist lang: Risse, Materialausbrüche, Setzungen, Unebenheiten und defekte Bankette machen die Straße gefährlich für die Autofahrer und sie entspricht nicht dem benötigten Aufbau für eine Kreisstraße, so der zuständige Tiefbauamtsleiter Dieter Els. Er teilt mit: "Die Maßnahme ist dringend zur Verbesserung der Verkehrssicherheit notwendig."

Ausgebaut werden muss aber auch, weil die Entwässerung der Fahrbahn nicht mehr einwandfrei funktioniert. Mit der Sanierung, so die Hoffnung, soll der "erhebliche Unterhaltsaufwand" für die Straße künftig geringer werden. Ausgebaut wird innerorts auf einer Breite von sechs Metern, außerorts mit 5,5 Metern. Der Grunderwerb für benötigte Flächen ist abgeschlossen. Gebaut wird in Abschnitten unter Vollsperrung mit Umleitung über Großenohe.

Keine Lücke für Radler

Auf diesem Asphalt wird kein Auto rollen: 1300 Meter lang soll der Geh- und Radweg parallel zur Kreisstraße zwischen Kleingesee und Bärnfels werden — und 2,5 Meter breit. Nicht nur die Straße ist für das Fränkische Oberland eine wichtige Verbindung, auch der vorgesehene Rad- und Gehweg ist ein bedeutender Zubringer in Richtung Gößweinstein und zu den weiteren überörtlichen Radwanderwegen. "Zusätzlich dient er dem Tourismus und verringert das Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer", sagt Tiefbauamtsleiter Dieter Els. Der Vergangenheit angehören dürften nach dem Bau riskante Überholmanöver von Autofahrern gegenüber Radfahrern und Fußgängern. Insbesondere für Familien mit Kindern sei der Abschnitt sehr wichtig, so der Tiefbauamtsleiter Els.

Die dringende Notwendigkeit dieses Projektes sieht laut Landratsamt auch die Regierung von Oberfranken. Bei den notwendigen Flächen für das Projekt hofft der Landkreis auf Unterstützung der Grundstückseigentümer. Wird gebaut, dann mit halbseitiger Sperrung der Fahrbahn.

Einmal im Kreis bitte!

Hier kracht es immer wieder: Die Kreuzung nach Kersbach ist ein Unfallschwerpunkt, der mit einem Kreisverkehr verschwinden soll. © Mark Johnston


Da steckt der Drehwurm bald noch mehr drin: Entlang der Äußeren Nürnberger Straße in Forchheims Süden kommt zwischen dem Kreisel auf Höhe des Obi-Marktes und dem Kreisel mit Ausfahrtmöglichkeit gen Hausen noch ein dritter hinzu. Wo heute der Autofahrer von Forchheim aus kommend nach links nach Kersbach abbiegt, soll der seit einigen Jahren diskutierte Kreisverkehr mit einem Außendurchmesser von rund 40 Metern kommen. Verschwinden soll damit ein von Experten bestätigter Schwerpunkt an der bisherigen Kreuzung, bei der es immer wieder zu schweren Unfällen kam.

Auf sieben Meter Breite können Autofahrer künftig den Kreisel umfahren, noch braucht es hierfür Flächen von Grundstückseigentümern. Dann kann es mit dem Bau losgehen. Während der Bauzeit sollen Autofahrer mit einer Behelfsumfahrung der Baustelle ausweichen können, ein Linksabbiegen von der Äußeren Nürnberger Straße beziehungsweise von Kersbach aus kommend gen Baiersdorf wird in den vier Monaten Bauzeit voraussichtlich nicht möglich sein.

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Patrick Schroll Redakteur Nordbayerische Nachrichten Forchheim E-Mail

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