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Langensendelbach: Weichen für Solarpark gestellt

Gemeinderat segnet Start der Bauleitplanung ab - Vereinsantrag erst einmal zurückgestellt - 19.10.2020 17:42 Uhr

Bürgermeister Oswald Siebenhaar zeigt die etwa zehn Hektar große Fläche, auf der links und rechts des Weges der Solarpark entstehen soll, der Langensendelbach dann komplett mit Strom versorgen kann.

19.10.2020 © Foto: Karl Heinz Wirth


Ziel der Planung ist die Ausweisung eines Sondergebietes Photovoltaik nach dem "Erneuerbaren Energien Gesetz" für "landwirtschaftlich benachteiligte Gebiete", um dem Bedarf an erneuerbaren Energien zu entsprechen, erklärte Bürgermeister Oswald Siebenhaar (CSU). Es geht um 7,5 Hektar Land, wovon die südwestliche Teilfläche 2,9 Hektar umfasst und die nordöstliche Teilfläche eine Größe von 5,6 Hektar.

Da diese im Flächennutzungsplan als Landwirtschaftsfläche dargestellt sind, müssen sie nun zur Sonderbaufläche umgewidmet werden, wozu das Gremium seine Zustimmung gab. Mit der Durchführung der Bauleitplanung ist das Planungsbüro TEAM 4 aus Nürnberg beauftragt. Die Räte stimmten dem Antrag des Vorhabenträgers zu und billigten die 4. Änderung des Flächennutzungsplans sowie den Bebauungsplan mit Grünordnungsplan im Bereich "Solarpark Bräuningshof".

Greenovative GmbH beabsichtigt ferner, nordwestlich von Langensendelbach auf einer Fläche von 9,46 Hektar eine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlage zu errichten. Ziel der Planung ist die Ausweisung eines Sondergebiets für ein landwirtschaftlich benachteiligtes Gebiet. Das Gremium billigte den Vorentwurf des Bebauungsplanes mit Grünordnungsplan "Solarpark Langensendelbach" und beauftragte die Verwaltung, die Öffentlichkeit zügig zu unterrichten und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchzuführen.

Raum für Aktivitäten

Anschließend diskutierten die Gemeinderäte über den gemeinsamen Antrag vom Schützenverein Bavaria und Sportverein Langensendelbach auf Überbauung des Kellers der Schießanlage. Durch die schadhafte Abdichtung der Kellerdecke dringe bei Regen immer noch Wasser ins Gebäude ein, berichtete der Bürgermeister. Die Verantwortlichen der beiden Vereine haben ein Konzept erarbeitet, das die Überbauung der Kellerdecke vorsieht. Dort könnte man sich einen Mehrzweckraum vorstellen, der für Tischtennis, Skigymnastik oder als Trainingsraum für die Bogenschützen genutzt werden könnte. Auch VHS-Kurse, Turn- und Tanzkurse oder kleinere Veranstaltungen und Second-Hand-Basare könnten hier stattfinden, erläuterte Siebenhaar die Vorstellungen der Vereine.

"Wir benötigen hierfür erst einmal ein Raum- und Nutzungskonzept", forderte Jochen Düsel (CSU), bevor man das Anbauen anfange. CSU-Rat Ralf Kraus sprach sich gegen Neubauten aus, die in gemeindlicher Hand sind, und schlug vor: Man sollte sich erst einmal um die Liegenschaften der Gemeinde kümmern, die leer stehen und diese nutzen. Nach eingehender Diskussion vertagten die Räte das Thema in die nächste Sitzung und beauftragten die Verwaltung, eine Kostenschätzung zu erstellen.

 

KARL HEINZ WIRTH

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