Sonntag, 18.04.2021

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Leckeres Rezept: Aromatische Bärlauchnudeln

Er duftet nach Knoblauch und ist in der Küche vielfältig einsetzbar - 07.04.2021 08:03 Uhr

Leckere Bärlauchnudeln mit Tomatensauce – unser Rezept der Woche.

06.04.2021 © Foto: Sylvia Hubele


Rund um den Hetzleser Berg und andernorts der Fränkischen Schweiz duftet es in den noch unbelaubten Buchenwäldern leicht nach Knoblauch: Hier wächst Bärlauch. Während er in Naturschutzgebieten streng geschützt ist, darf er an anderen Orten für den Eigenbedarf gepflückt werden. Die Blätter erinnern an die Spitzen alter Lanzen, und in der Edda, der nordischen Sagendichtung, wird der Bärlauch das erste Grün der Schöpfung genannt.

Der Bärlauch soll Bärenkräfte verleihen, schließlich waren diese damals wichtig, sowohl im Frieden als auch beim Kampf Held gegen Held: "Der König selbst ging aus dem Schlachtenlärm, den jungen Helden edlen Lauch zu bringen."

Vielseitig in der Küche einsetzbar

In der Küche lässt sich der Bärlauch recht vielseitig verwenden: Als Pesto mit Olivenöl und Parmesan, als Zusatz zum Senf oder zur Soße, beim Brot- oder Brötchenbacken. Selbstverständlich kann ich den Bärlauch aber auch mit Olivenöl pürieren und mit der grünen Paste Bärlauchnudeln zubereiten. Als Kind habe ich jeden Sonntag meiner Oma zugeschaut, wie diese ihre Nudeln selbst zubereitet hat.

In einen Berg Mehl kam ein Ei und etwas Salz, alles wurde zu einem Teig vermengt, ausgerollt und fein geschnitten. Fertig waren die Nudeln für die Vorsuppe. Daher sind auch Bärlauchnudeln nicht so schwer. Wer eine Nudelmaschine besitzt, kann diese nutzen, der Nudelteig lässt sich aber auch mit einem Nudelholz möglichst fein ausrollen und dann schneiden.

Zutaten und Zubereitung

-200 Gramm Weizenmehl
-1 Ei und 1 Eigelb
-100 Gramm Bärlauch
-Olivenöl und etwas Salz

Den Bärlauch kalt abspülen, fein schneiden und mit einem Löffel Olivenöl zu einer Paste pürieren. Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Kuhle machen und Ei, Eigelb, Salz und Bärlauchpaste hineingeben. Mit einer Gabel alles nach und nach verrühren. Ob noch ein Tropfen Olivenöl oder eine Handvoll Mehl zugegeben werden muss, hängt von der Konsistenz ab. Der Teig sollte geschmeidig sein, aber nicht mehr kleben. Nun für gut zehn Minuten gründlich verkneten.

Dann wird er zur Kugel geformt, in die Schüssel gelegt und kommt für eine Stunde in den Kühlschrank. Dann wird er möglichst dünn ausgerollt und zwischen zwei Küchentüchern zum Trocknen aufgehängt. Ist er etwas angetrocknet, den Teig in breite Streifen schneiden. Die Nudeln kommen in kochendes Wasser und sind nach gut drei Minuten fertig. Tomatensoße oder Meerrettichsoße passt wunderbar dazu. Guten Appetit.

SYLVIA HUBELE

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