Dienstag, 18.02.2020

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Leichtathletik-Jahr 2019 "wird schwer zu übertreffen"

Jan Schindzielorz über Forchheimer Winterzeit - 12.02.2020 13:39 Uhr

Jan Schindzielorz auf der Bahn in der Münchener Olympiahalle bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft 2020. © Theo Kiefner


Herr Schindzielorz, wie groß ist die Enttäuschung über die magere Ausbeute?

Tatsächlich können wir mit den Leistungen sehr zufrieden sein. Nur in der Bilanz spiegeln sich die nicht wider. Das lag vor allem daran, dass die beiden Staffeln kurzfristig nicht angetreten sind. Bei den Frauen waren es gleich mehrere Ausfälle, die wir in der Breite eben nicht kompensieren können. Bei den Männern haben wir verzichtet, um Jonas Saffer zu schonen. Immerhin hat er bei den U20 über die 60 m mit Platz 4 am Podiumsplatz geschnuppert. Genauso Moritz Hecht im Sprint und Dominik Eckner im Weitsprung. Katharina Eckner hat eine neue Bestzeit aufgestellt. In früheren Jahren hätten die Ergebnisse für das Podest gereicht, doch die Konkurrenz war dicht besetzt. Das Heimspiel in München hat die südbayerische Elite nochmal extra motiviert.

Zumindest Altmeister Schindzielorz hätte doch auf seiner Paradestrecke Hürdensprint ganz vorne dabei sein müssen?

Von der Form wäre es sicher möglich gewesen, aber ich habe nach dem Finaleinzug bei der Deutschen Meisterschaft der Aktiven in Berlin für mich einen krönenden Abschluss gefunden. Ich konzentriere mich jetzt voll auf die etwas niedrigeren Senioren-Hürden.

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Die zwei Karrieren des Jan Schindzielorz

Mit dem Weltmeister-Titel im Hürdensprint der Leichtathletik-Senioren M40 fügt der ehemalige Profi Jan Schindzielorz seiner zweiten Karriere das nächste Erfolgs-Kapitel hinzu. 2016 gab der Dietzhofer nach zehn Jahren Wettkampf-Pause sein Comeback beim Jugendverein LG Forchheim. Eine Zeitreise von der Gegenwart in die Vergangenheit.


Einen vierten Rang hat derweil die U18-Staffel um Timo Bitter, Henrik und Max Hoffmann sowie Johannes Sladek geschafft. Wie gut ist die LG für die Zukunft aufgestellt?

Sorgen müssen wir uns keine machen, aber der Übergang von der Jugend zu den Aktiven ist eine entscheidende Phase. Bei den Mädchen sehe ich in zwei bis drei Jahren eine Lena Saffer als vielversprechende Verstärkung. Wir haben insgesamt viele Kinder, die aber später aufhören, weil sie den Aufwand von mehr als zwei Trainingseinheiten pro Woche nicht mehr betreiben wollen oder können. Unser Ziel muss sein, die Talente mit Spaß bei der Stange zu halten.

Welche Ziele stecken sich Ihre Aushängeschilder für den Sommer?

Völlig klar ist uns, dass das Jahr 2019 schwer zu übertreffen ist. Aber wenn alle gesund sind, peilen wir mit den Staffeln auf der Bayerischen Meisterschaft auf jeden Fall den Titel an. Mit etwas Glück ist dann die DM-Norm möglich, auch für Moritz Hecht über die 400 m. Und Jonas Saffer muss sich gegen die nationale U20-Spitze beweisen, unter elf Sekunden ist da die Messlatte.

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