Freitag, 16.04.2021

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Mangelware Kita-Plätze: Forchheim baut ein Kinderhaus

Die Stadt schafft in Buckenhofen kurzfristig eine Kinderkrippe und Platz für eine Kita-Gruppe. - 03.03.2021 05:43 Uhr

Das Grundstück „Im Grund“ in Buckenhofen gehört der Stadt. Es liegt in direkter Nachbarschaft zum Friedhof. Hier schafft Forchheim dringend benötigte Kinderbetreuungsplätze.

02.03.2021 © Foto: Eduard Weigert


Der Interimsneubau entsteht auf drei freien Grundstücksflächen "Im Grund" und in Nachbarschaft zum Buckenhofener Friedhof. Die Stadt ist Eigentümerin des zusammengerechnet fast 3000 Quadratmeter großen Areals.

Weil es sich lediglich um eine Zwischenlösung an dieser Stelle handeln soll, baut die Stadt das Kinderhaus in Modulbauweise. Betreut werden die Kinder künftig in gedämmten Stahlfertigcontainern. Die Bauweise entspreche dem bestehenden Kita-Interimsbau im Bereich "Am Schießanger", heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. SPD–Stadträtin Anita Kern bezeichnete diesen Bau als "sehr gelungen".

Container verschaffen der Stadt einen Puffer

Mit den Containerlösungen arbeitet die Stadt daran, dem selbstdiagnostizierten großen Mangel an Betreuungsplätzen für Kleinkinder und Kinder etwas entgegenzusetzen. Die Modulbauweise lässt sich zügig verwirklichen und soll der Stadt einen zeitlichen Puffer geben.

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In der Zwischenzeit will Forchheim für das gesamte Stadtgebiet in die Planung für neue Kita-Räume einsteigen, die von Dauer sein sollen. Wie es auf Nachfrage heißt, bemühe sich die Stadtverwaltung um wohnortnahe Plätze. "Es besteht aber kein Anspruch darauf, im eigenen Stadtteil einen Krippen- oder Kindergartenplatz zur Verfügung zu haben", teilt Pressesprecherin Britta Kurth mit.

Die Stadt plane Neubauten, habe aber auch bestehende Einrichtungen im Blick, die saniert oder erweitert werden könnten, erklärte Stadtbauordnungsamtsleiter Stefan Kindler den Stadträten in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Obdach für Fledermäuse

Für die Container muss eine Reihe älterer Obstbäume auf dem Grundstück weichen, die laut Kindler jedoch keine Früchte mehr tragen. "Bei Bäumen, die große Astlöcher haben, wird versucht, sie zu erhalten". Sie böten Tieren ein Dach über dem Kopf. "Bewohnt sein könnten sie noch von Fledermäusen", so Kindler. Die Tiere müssten umgesiedelt werden. Holger Lehnard (CSU) schlug vor, Ersatzbäume zu pflanzen. Dem steht die Stadt offen gegenüber.

Über die Straße "Im Grund" können Eltern künftig ihre Kinder zum Container-Kinderhaus bringen und abholen. Dafür könnten sie am Straßenrand parken, schlug Kindler vor. Auf dem Grundstück selbst richtet die Stadt drei Stellplätze ein.

Die Stadträte stimmten einstimmig für den Container-Bau. Dieser helfe, der großen Nachfrage gerecht zu werden. Wenn die Container nach drei Jahren wieder abgebaut werden, will die Stadt die Fläche wieder als Friedhofsfläche nutzen.

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