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Samstag, 20.04.2019

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Mehr als 100 kleine Zuhörer an Forchheims Kinder-Uni

Für die Eltern galt: "Wir müssen draußen bleiben" - 13.12.2018 08:04 Uhr

Sternen-Experte Frank Fleischmann und der Philosoph Jens Wimmers, der die Intelligenz von Mensch und Tier zum Thema machte, hielten die ersten Vorlesungen an der Forchheimer Kinder-Uni. © Foto: Landratsamt Forchheim


Wissenschaftliche Themen für Kinder aufzubereiten, erwies sich an der Kinder-Uni als wichtige Aufgabe, denn immer ab 11 Uhr, als sich die Aula des Herder-Gymnasiums in einen Vorlesungssaal verwandelte, lauschten die kleinen Studierenden mit großem Interesse den Themen. Die meisten waren zwischen neun und zwölf Jahre alt und kamen aus dem gesamten Landkreis.

Im Herder-Gymnasium ging es darum zu erfahren, wie man Bilder vom Weltall machen kann, und ob Tiere denken können. Wissenschaftler wie der Physiker, Forscher und Entwickler im Bereich der Naturwissenschaften, Frank Fleischmann, führten kindgerecht in die Materie ein.

Griff nach den Sternen

Frank Fleischmann hat die Sternwarte Feuerstein gebaut und ist leidenschaftlicher Himmelsbeobachter und Astrofotograf. Jens Wimmers dagegen ist Dozent für Philosophie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und Gymnasiallehrer für Deutsch, Geschichte, Philosophie und Ethik in Forchheim. Zudem hat er bereits einen Literaturpreis gewonnen.

Sein Thema – der Vergleich der Intelligenz von Mensch und Tier – zog mit etwa 130 Zuhörern ein großes Publikum an. Auch wenn es vielen Eltern offensichtlich schwer fiel, sie mussten draußen bleiben. "Die Kinder sollen als eigenständige Persönlichkeiten und ,kleine Studenten‘ wahr- und ernstgenommen werden", betont Cordula Haderlein, amtierende Vorsitzende des Bildungsbeirats und Schulrätin sowie Vorstandsmitglied von FOrsprung e.V.

Zur Veranstaltungsreihe der Kinder-Uni Forchheim 2018/2019 gehört noch eine Exkursion zur Sternwarte Feuerstein am 6. April 2019, die jedoch bereits ausgebucht ist. Aufgrund der großen Nachfrage wurde zusätzlich zu den beiden geplanten Terminen am Vormittag noch ein dritter Termin am Nachmittag eingerichtet, auch diese Plätze waren ebenfalls innerhalb weniger Stunden weg. Anders als in der Herder-Aula ist in der Sternwarte nur sehr begrenzt Platz, daher können dort keine unangemeldeten Kinder aufgenommen werden. Registrierte Teilnehmer erhalten vor der Veranstaltung ein Namensschild und eine Mappe mit Schreibblock und Stift – schließlich sollen sich die "Studierenden" Notizen machen können.

Nach dem großen Erfolg der Auftaktveranstaltungen steht außer Frage, dass die Reihe im Herbst 2019 fortgesetzt wird. Da es viele enttäuschte Nachfragen gab, wird die Veranstaltung auf der Sternwarte erneut ins Programm aufgenommen. Die weiteren Themen aus unterschiedlichen Disziplinen sind noch offen.

Viele prominente Dozenten

"Wir haben im Landkreis Forchheim zwar keine Universität, aber dennoch wohnen namhafte Wissenschaftler hier bei uns, da müssen wir uns nicht verstecken", freut sich Martin Haendl, Leiter des Bildungsbüros im Landkreis Forchheim, über die Möglichkeit prominenter Dozenten.

Vorschläge können gerne im Bildungsbüro des Landkreises Forchheim oder bei den weiteren Partnern der Veranstaltungsreihe eingereicht werden. Zum Beispiel nehmen auch das Staatliches Schulamt Forchheim, Akademie für Ganztagsschulpädagogik (AfG) sowie FOrsprung e.V. Anregungen gern an.

Einer der prominenten Bürger, der daran beteiligt war, dass der Landkreis Forchheim eine eigene Kinder-Uni bekommt, ist Peter Meinel, der ehemalige Direktor des Bayerischen Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB). Bis vor kurzem war Meinel auch Vorsitzender des Bildungsbeirats der Stadt Forchheim. Als "Vater" der Kinder-Uni war der Pensionär aus Neunkirchen natürlich bei der ersten Vorlesung dabei.

Reguläre Anmeldung über das Online-Portal www.bildungsregion-forchheim.de 

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