Mehr Holz statt nur Stahl: So sehen die neuen Kellerwald-Geländer aus

12.11.2020, 08:00 Uhr
Der Kellerwald soll künftig eine

Der Kellerwald soll künftig eine "Standard-Umwehrung" erhalten. © Stefan Hippel

Forchheims grünes Wohnzimmer braucht schon lange eine Gestaltungssatzung. Ein Bürgerideen-Wettbewerb, Ortsbegehungen, Expertenmeinungen und vieles mehr wurden unter dem Schlagwort „Kellerwald 2030“ dafür in die Wege geleitet.

Ein zentraler Bestandteil: Die Umwehrung, also die Geländer entlang der Wege und zwischen den Kellern, die sich auf einer Länge von insgesamt 1135 Metern durch den Wald schlängeln. 

Stahltragkonstruktion mit senkrechten Holzlatten: Für diese Variante der künftigen Kellerwald-Geländer haben sich die meisten Räte ausgesprochen. 

Stahltragkonstruktion mit senkrechten Holzlatten: Für diese Variante der künftigen Kellerwald-Geländer haben sich die meisten Räte ausgesprochen.  © Grafik: Stadt Forchheim

Schon beim Rundgang im Mai sprach man sich diesbezüglich für eine Kombination aus Metall und Holz aus. Nun haben sich die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses für eine konkrete Variante entschieden: eine „Stahltragkonstruktion“ mit senkrechten Holzlatten. Heißt im Wesentlichen: Stahlhandläufle getragen von Stahlpfosten in regelmäßigen Abständen – und dazwischen je acht Holzlatten.

Hier präferierten die Räte mehrheitlich das (im Gegensatz zu Fichte) widerstandsfähigere Lärchenholz. Andere Varianten ohne Holz, aber mit gekreuzten Stahlstreben oder mit Holz-Handlauf, stießen auf wenig Gefallen.

Details kommen noch

Mit 10:3 (die Gegenstimmen kamen aus der SPD-Fraktion) votierte der Ausschuss für die Holzlatten-Variante. Sie soll nun in die Kellerwaldsatzung einfließen. Dabei betonte OB Uwe Kirschstein (SPD), dass die Detailplanung noch anstehe, man die Geländer räumlich und in Sachen Dimensionierung und Statik an die jeweiligen Anforderungen (auch bei den einzelnen Kellern) anpasse.

Was Philipp Blümlein (JB) sauer aufstieß, waren die Kosten für das neue Geländer: Knapp 1500 Euro pro laufendem Meter, wie Tiefbauamts-Chef Werner Schaup erklärte. „Das Teure an den Geländern ist die Verankerung“, so Schaup. Allerdings seien diese, wie auch die der geologischen Voruntersuchungen, bereits in den 1500 Euro enthalten. 

ppr

Keine Kommentare