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Minusgrade, adé: Forchheimer schlecken schon Eis

Geschäfte und Betriebe bereiten sich auf den Frühling vor - 11.03.2018 19:52 Uhr

Erdbeer und Vanille — die Vorboten des Frühlings machen sich im Landkreis breit und lockten die ersten Besucher in die Eisdielen, wie etwa ins Danieli in Ebermannstadt (siehe Bild). © Foto: Roland Huber


Christian Lenkl lud vor einer Woche noch lachend zu einer Schlittschuhpartie ein. Nun kann der Mann vom Bäderbetrieb, der im Winter in den Hallen des Königsbades alle Hände voll zu tun hat, seine Vorfreude auf den Frühling nicht ganz leugnen: "Mitte bis Ende März geht es raus in die Edelstahlbecken", macht Lenkl Laune auf die Freibadsaison.

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Freilich wird in absehbarer Zeit nicht gebadet, sondern es rücken die Putztrupps an: "Ata, Bürsten und Lappen und dann geht das genau wie daheim in der Badewanne, nur ist die Wanne viel viel größer", erklärt Christian Lenkl den Frühjahrsputz im Außenbereich des Königsbades mit seinen glänzenden Edelstahlbecken.

Natürlich verwenden die Profis andere Schrubbmittel als Ata, aber "damit sich die Leut’ was vorstellen können . . ." Außerdem hält Christian Lenkl engsten Kontakt mit dem Gartenamt. Dessen Mitarbeiter bepflanzen die Grünanlagen und bessern den Rasen aus, wo dann frisches Grün nachgesät werden muss. "Aber alles erst dann, wenn die Minustemperaturen weg sind", so der Chef im Königsbad.

Da ist Luca de Rocco von der Eisdiele Danieli in Ebermannstadt schon etwas flexibler. Luca, in diesem Jahr früher aus Italien zurückgekehrt, weil er kleinere Umbauten im sanitären Bereich vornehmen musste, eröffnete pünktlich am 1. März mit "Stracciatella, Vanille, Erdbeere, Schokolade, Joghurt . . ."

Besuch vom Klimatechniker

Eben die klassischen Sorten, denn solange das Thermometer noch solche Zicken mache, werde Eis nur gekauft, solange es den Reiz des ganz Neuen und Frischen verbreite, da brauche es noch keine Experimente, erzählt der Eiskonditor, der selber aber ebenfalls Vorfreude spürt.

In den letzten Tagen hatte Signore de Rocco Besuch vom Klimatechniker, der die Eismaschinen und die Kühlschränke getestet und für gut befunden hat. Luca de Rocco war dann schnurstracks beim Einkaufen, um sich – endlich – der Eisbereitung zuwenden zu können.

Gedanken an die Bikini-Figur

Auch in den Boutiquen wie "Marianne Ernst Herrenmode" und Schick heißt es übereinstimmend: "Wir sind startklar". Das bedeutet, dass die Frühjahrsmode einsortiert und ausgezeichnet in den Läden hängt. Allein – es läuft wenig in Sachen Mode. Wer will bei fünf Grad Minus schon mit der ärmellosen Sommerbluse planen.

Doch die Damen in den Läden verlieren nicht die Zuversicht und machen sich jeden Tag daran, die vom Postboten zugestellten Lieferungen in das bereits vorhandene Sortiment einzusortieren. Nach Größe, nach Farbe und die Kundin denkt bei all dem an die "Bikini-Figur".

Ganz anders geht wiederum Sandra Schneider die Vor-Vor-Saison an. Für die Leiterin der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz ist eigentlich bereits Sommer: "Wir waren schon auf der Grünen Woche in Berlin, in Leipzig und Dresden, in Stuttgart und in Regensburg und haben Werbung für die Fränkische Schweiz gemacht." Außerdem war sie in Nürnberg auf der Freizeitmesse, die am 4. März zu Ende ging: "In Halle D 9 hatten wir einen Stand von 36 Quadratmetern zu betreuen. Unser Partner war diesmal die Hotelfachschule Pegnitz und das Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld. Die schickten uns einen Musketier mit", erzählt Sandra Schneider. Sie erinnert sich noch gut an ihre Vorfreude auf die Messe.

Sie hat die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute Flyer holen, um die schönsten Osterbrunnen entdecken zu können. Sandra Schneider verweist auf den Blütenkalender im Internet, mit dem man genau herausfinden kann, wann die Kirschen blühen und wann man die Früchte frisch vom Baum kaufen kann.

Calendula bringt Laune

Ihr persönlicher Tipp für die nächste Zeit? Sandra Schneider legt einem die charmanten kleinen Osterbrunnen ans Herz, die man auf gemütlichen Rundfahrten durch die Fränkische Schweiz zu dieser Zeit nach und nach entdecken kann.

Bei so einer Tour kommt man mit Sicherheit auch an der Gärtnerei Schrüfer in Gößweinstein vorbei – und auch die lohnt einen vorsaisonalen Abstecher. Konrad Schrüfer hat nämlich schon Tipps für die Sommerbepflanzung parat und da empfiehlt er in dieser Saison die Pflanze des Jahres, die Calendula: "In Gelb und einem frischen Orange macht sie sonnenmäßig Laune!" 

URSULA PERSAKUND STEFAN BRAUN

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