Freitag, 28.02.2020

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Muss die Norma in Hausen schließen?

Einzugsbereich von 9000 Bewohnern - Neues Nahversorgungszentrum in Kersbach - 11.02.2020 16:27 Uhr

Die Gerüchteküche brodelt: Schließt die Norma in Hausen? © Pauline Lindner


Expansionsleiter Mirco Schrameyer mit Sitz in Röttenbach sagt dazu: "Eine Schließung ist nicht akut; wir haben einen laufenden Mietvertrag." Er weiß sehr wohl, dass die Hausener Filiale einen Einzugsbereich von gut 9000 Bewohnern hat. In ihm gibt es nur drei Supermärkte: den Vollsortimenter Edeka in Hausen unmittelbar neben der Norma, der wie sie von Hausen und den östlichen Teilen von Heroldsbach aus fußläufig zu erreichen ist. Als dritten gibt es noch den Markendiscounter Netto in Heroldsbachs Ortsmitte. Schrameyer weiß von einem Gerücht, auch er solle geschlossen werden, und hält dies für unwahrscheinlich, eben wegen der Größe des zu versorgenden Personenkreises.
Die neue Niederlassung auf Kersbacher Flur sieht er als "Perspektivstandort". "Es wäre schön für uns, wenn schon Häuser im Neubaugebiet Pointäcker stünden." Deren Bewohner und die Kersbacher selber sind seine künftige Zielgruppe. Dazu kommt noch die zunehmende Zahl Pendler, die mit dem Auto zum Kersbacher Bahnhof fährt und dort in die S-Bahn wechselt. "Wir werden prüfen, wie sich der neue Standort auf das Käuferverhalten auswirkt."
Einkalkuliert hat er wohl den Wechsel eines Teils der Kersbacher, die bislang zum nächsten Discounter-Standort nach Baiersdorf-Nord fahren. In der Nachbarstadt ist er schon im Stadrat vorstellig geworden. Denn sein Haus möchte den Filialsitz in den Osten Baiersdorfs verlegen. In fußläufiger Entfernung vom Stadtteil Hut nahe dem neuen Gewerbegebiet soll sie vor allem Kunden aus Hagenau und Igelsdorf sowie auch aus Langensendelbach anziehen. Sie haben keinen Nahversorger und fahren derzeit quer durch Baiersdorf zum Kreuzbach, wenn sie in einem Discounter einkaufen wollen. Zudem haben Einzelhandelsfachleute den Baiersdorfern attestiert, dass es im Stadtnorden eine Überversorgung und im Osten eine Unterversorgung mit Lebensmittelgeschäften gibt.

 

PAULINE LINDNER

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