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Neue Skateparks in Forchheim und Hausen: Das ist geplant

"Wichtige Treffpunkte", nicht nur für die Jugend - Auch immer mehr BMX-Räder auf den Anlagen - 03.11.2020 19:43 Uhr

Bernd Fröhner kommt aus dem BMX-Sport. Er beobachtet als professioneller Planer von Skateparks, dass die Zweiräder verstärkt auf diesen Anlagen zum Einsatz kommen, deswegen nimmt er bei der Planung bereits auf deren Bedürfnisse Rücksicht.

02.11.2020 © Foto: privat


Wie berichtet, entstehen in der Region zwei neue Skateparks: In Forchheim wird die Anlage auf der Sportinsel neu gestaltet, in Hausen entsteht in Kooperation mit Heroldsbach ein neuer Skatepark. Beide werden von der Firma "POPULÄR Handcrafted Skateparks!" aus Nürnberg realisiert. Wir haben mit Inhaber und Geschäftsführer Bernd Fröhner über die Projekte gesprochen.

 

Herr Fröhner, wie steht es um den Skatepark auf der Forchheimer Sportinsel?

Bernd Fröhner: Die Planungen zum Skatepark sind abgeschlossen, voraussichtlich im Frühjahr wird mit dem Bau begonnen. Forchheim hat eine sehr große Skateboardszene, die beiden Anlagen im Stadtgebiet entsprechen aber nicht mehr dem aktuellen Standard.

 

Worauf wird heutzutage bei der Planung von Skateparks geachtet?

Fröhner: Die Skateparks richten sich mittlerweile an ein viel breiteres Publikum, beinahe jedes Kind hat ein Rollsportgerät zuhause. Wir spüren eine absolute Zunahme in der Nachfrage. Die Skateboardbewegung ist ja schon uralt, Ende der 80er-Jahre fing der erste Hype an, damals war Skateboardfahren riesengroß. Jetzt sind nicht mehr nur Skater in den Parks unterwegs, viele greifen auch zum Scooter oder zum BMX. Das wirkt sich auch auf unsere Parkgestaltung aus.

 

Inwiefern?

Fröhner: Früher war Skaten eine Lebenseinstellung. Wer im Skatepark unterwegs war, konnte es auch richtig gut. Heute trifft man verstärkt auch auf Anfänger oder eben andere Rollsportgeräte auf den Anlagen. Das ist spannend, denn das Angebot in den Skateparks wird so niederschwelliger. Dann gibt es zum Beispiel auch mal einen Abschnitt in organischer Wellenform, über den ein Kind drüberfahren kann. Es muss nicht immer die Halfpipe sein.

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Die Skateparks werden so also zu Treffpunkten für jedes Alter?

Fröhner:  Genau. In Skateparks ist ja mittlerweile die Hölle los, das hat sich zu einem Treffpunkt entwickelt. Man sieht auch immer mehr Mädchen, die dorthin kommen. In Zeiten, in denen es weniger Angebote für Jugendliche gibt, sind Skateparks der neue Treffpunkt. Die Zielgruppen beziehen wir bei unseren Planungen mit ein.

 

Wie sieht das aus?

Fröhner: Beim Skatepark in Hausen sind wir aktuell in der Entwurfsplanung. Vor wenigen Wochen waren wir vor Ort und haben mit den Nutzern gesprochen. Es bringt ja nichts, wenn wir unsere Wünsche haben und die unbedingt umsetzen möchten. Die Resonanz vor Ort war riesig, es waren locker 100 Kinder da. Hausen bekommt eine Einsteigeranlage, die breiter aufgestellt ist. Der Standort spielt auch eine große Rolle: Bei Orten mit großer Skategeschichte planen wir anders als bei Anlagen mit jüngerer Zielgruppe.

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Wie ist die Zeitplanung bei der Hausener Anlage?

Fröhner: Wir planen aktuell, im dritten Quartal 2021 mit dem Bau zu beginnen. Die Teile werden ja vorproduziert, vor Ort geht es dann relativ schnell. Wie lange ein Projekt dauert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Verwaltung muss beschließen, dass eine neue Anlage gebaut wird, dann werden die Nutzer mit ins Boot geholt und die Lage vor Ort analysiert. Anschließend geht es an die Planung. Von der Auftragsvergabe bis zur Fertigstellung vergehen so im Schnitt fünf bis sechs Monate.

 

Zur Person: Bernd Fröhner (49) ist Inhaber und Geschäftsführer der Firma POPULÄR Handcrafted Skateparks mit Sitz in Nürnberg. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet und war zu Beginn vor allem in der Veranstaltungsbranche für Trendsportarten tätig. Seit den frühen 2000er-Jahren hat sich POPULÄR darauf spezialisiert, Skateanlagen für Kommunen zu planen und umzusetzen. Fröhner selbst kommt aus dem BMX-Sport, dem er 20 Jahre lang nachging. In Wendelstein gründete er einen der ersten BMX-Vereine Deutschlands.

INTERVIEW: JULIAN HÖRNDLEIN

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