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Neues Wohnprojekt in Kirchehrenbach

8.9.2021, 07:29 Uhr
Der Gemeinderat Kirchehrenbach hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Umbau des ehemaligen Kinderheims St. Michael beschlossen und begrüßt. Und auch im Umfeld des Bahnhofes tut sich was. 
 

Der Gemeinderat Kirchehrenbach hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Umbau des ehemaligen Kinderheims St. Michael beschlossen und begrüßt. Und auch im Umfeld des Bahnhofes tut sich was.    © Marquard Och, NN

Nach Jahrzehnten der Wohnheimnutzung waren die Gebäude durch einen Wasserschaden schwer beschädigt worden. Ein Anlauf der Gemeindechefin zur Beseitigung des Leerstands scheiterte 2017 – von dem Fürther Eigentümer blieb eine befriedigende Antwort aus. Jetzt legte der Besitzer die Pläne für die Sanierung und Umnutzung zum Einfamilienhaus vor. Im Kellergeschoss soll eine Einliegerwohnung entstehen, weitere Wohnräume sind im Erdgeschoss sowie in den zwei Dachetagen vorgesehen. Im Nebengebäude soll eine kleine Wohnung eingebaut werden. Auch von Verwaltungschef Klemens Denzler wurde die Revitalisierung der Bausubstanz begrüßt. „Vorsorglich“ machte die Gemeindeobere dem Bauwerber deutlich, dass die Unterhaltspflicht der Wegstrecke bis zu den Stellplätzen dem Eigentümer obliege und im Umkreis Sport, Kultur - und Freizeitveranstaltungen stattfinden.

Mehrgenerationentagesstätte: Ein Projekt des Bauhofs

Von der Nürnberger Planwerkstatt Pasemann + Schierlein lag dem Gremium die auf drei Jahre befristete Umnutzung eines ehemaligen Nebengebäudes der Kita für eine „provisorische“ Mehrgenerationentagesstätte vor. Schon im Bauausschuss sei man über die fast 100.000 Euro Baukosten gestolpert, die der Planer in der Bahnhofstraße 35 für die Errichtung eines barrierefreien Zugangs- und WC's angesetzt hatte – dazu die notwendige Befreiung von den Vorgaben der Arbeitsstättenrichtlinie sowie den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes, berichtete CSU-Rat Johannes Schnitzerlein und klärte auf: Die Kosten und Befreiungen hätten bei einer offiziellen Ausschreibung der Planwerkstatt zugetroffen - nicht aber wenn das Projekt vom gemeindlichen Bauhof in Angriff genommen würde – mit 30 bis 40.000 Euro sei das Vorhaben zu finanzieren, habe, so Schnitzerlein, die Bauverwaltung errechnet. Zum Ziel, die Einrichtung der Caritas (die Gemeinde ist nur Vermieter) möge schon Anfang des Jahres 2022 für Kinder bis Senioren in Betrieb gehen, bremste Anja Gebhardt. Zunächst stehe die Baueingabe der Caritas bevor, die auch für die Möblierung sorge. Zu Bedenken von Peter Bail (FW), ob die Kosten über die Vermietung wieder in die Kasse kämen, sagte die Bürgermeisterin: "Wir tun das für unsere eigenen Leute“. Mit 11:0 stimmten die Räte dem Vorgehen zu.

Zur Kenntnis nahm das Gremium das Genehmigungsfreistellungsverfahren für die Planung einer 30 mal 15 Meter Gewerbehalle innerhalb des Bebauungsplans „Im Langen Graben“. Wie schon 2020 haben sich die Räte der doppelten Sportbetriebsförderung des Landkreises für den TSV-Sportverein, das sind 6.500 Euro, angeschlossen. Gleiches gilt bei den 1.483 Euro für den Concordia-Radsportverein. Aus nichtöffentlicher Sitzung machte die Bürgermeisterin zur Mittelschulsanierung bekannt: Die Fliesenarbeiten führt die Firma Schmitt aus Forchheim/Reuth zum Preis von 97.844 Euro aus.

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