Sonntag, 24.01.2021

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Niederfellendorf: Erschließung des Baugebiets Wirtsäcker II hat begonnen

Große Nachfrage nach Bauplätzen - Gemeinde will Baulandmodell - 02.12.2020 07:00 Uhr

Das Baugebiet Wirtsäcker II in Niederfellendorf, Richtung Rothenbühl. Ein Haus, rechts zu sehen, steht schon, weil dessen Ver- und Entsorgung ans vorhandene Netz angeschlossen werden konnte.

01.12.2020 © Foto: Ulrich Graser


  Nur ein Haus steht bereits im Baugebiet. Es ist insoweit eine Ausnahme, weil seine Versorgung an das vorhandene Netz angeschlossen ist.

Den Straßenverlauf des Schlehenwegs kann man schon erkennen. Als dringliche Anordnung ließ Bürgermeister Marco Trautner (FWW/CSU) die Erdarbeiten dazu durchführen, damit die Kanalbauer je nach Witterung sobald wie möglich auch im oberen Bereich arbeiten können. Denn das Baugebiet teilt sich in zwei Höhenlagen. Elf Grundstücke liegen in der Wiesentebene, 19 ein deutliches Stück höher am Hang, wo der Schlehenweg auf den Birkenreuther Weg zuläuft. Bei den Erdarbeiten im steilen Hang stieß man nicht auf eine Wasserader oder Quelle. Dort hätte aus geologischer Sicht ein Quellhorizont sein können, erläuterte Trautner, der sich erst am Montag im Gelände umschaute.

Durch den vorgezogenen Teil für den Straßenbau liegt die Gemeinde nun wieder im Zeitplan. Die Verzögerung im Umlegeverfahren ist damit aufgeholt. Im Juli/August – noch während des Verfahrens – begannen bereits die Tiefbauarbeiten im flachen Teil. Im Oktober wurden die Hecke und die Bäume am trennenden Steilstück gerodet.

Über den Winter, so Trautner, will die Kommune die weiteren Straßenbauarbeiten vergeben. Er rechnet damit, dass sie bis in den frühen Herbst dauern. Danach kann mit dem Bauen angefangen werden. Vor allem, wenn die künftigen Bauherrn sich an die Vorgaben des Bebauungsplans halten und so ihre Pläne im Freistellungsverfahren erledigt werden können.

"Es haben sich schon mehr als genügend Bauwillige bei der Gemeinde gemeldet. Die Nachfrage ist groß", erläutert Trautner weiter. Deshalb will Wiesenttal für die Grundstücke in seinem Eigentum ein Baulandmodell entwickeln. Wird es im Marktgemeinderat genehmigt, werden elektronisch im Internet die Bewerbungsunterlagen bereitgestellt werden.

Nach einem festgelegten Stichtag werden die Bewerbungen nach den Kriterien des Baulandmodells gereiht und die Bauplätze verkauft. Trautner schätzt, dass die Bauwilligen so eine Lücke von einem halben Jahr haben werden, in der sie Pläne und Finanzierung auf die Beine stellen können. Ob bei den Grundstücken im Privatbesitz schon welche verkauft wurden oder es kurz bevorsteht, weiß Trautner nicht, auch nicht, ob einige sofort selbst dort bauen möchten.

PAULINE LINDNER

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