Mittwoch, 19.05.2021

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Notdurft-Problem in der Fränkischen Schweiz: Ranger suchen nach Lösungen

Unschöne Hinterlassenschaften in der Natur nehmen zu - 03.05.2021 05:51 Uhr

Auf dem Walberla ist viel los. Einige Besucher in der Fränkischen Schweiz erleichtern sich in der Natur. Doch die Hinterlassenschaften nehmen zu und werden zum Problem.

02.05.2021 © Andrea Schrottenloher


Menschlicher Kot in der Natur ist unansehnlich und ein Problem für Menschen wie Tiere – gerade in der Fränkischen Schweiz. "Uns fehlt die Filterwirkung in der Karstlandschaft des Juras.


Besucheransturm: Die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz zieht die Notbremse


Wenn Gewässer in der Nähe sind, könnte das für das Trinkwasser ein Problem sein", erklärt Naturparkrangerin Julia Dummert.

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Das war am Wochenende in der Fränkischen Schweiz los

Aufs Walberla, zu den Kirschblüten in Pretzfeld, zu einem Bier To Go auf die Keller, zu den Tieren im Wildpark Hundshaupten oder zur Burg Neideck: Trotz bewölktem Himmel und kühlen Temperaturen rund um den 1. Mai im Kreis Forchheim und in der Fränkischen Schweiz rund um Forchheim und Pegnitz einiges los. Zahlreiche Ausflügler waren in der Region unterwegs.


Potenziell schädliche Inhaltsstoffe des Kots gelangen schnurstracks in den Wasserkreislauf. Mit ähnlichen Problemen kämpfen die Ranger am Fichtelsee (Landkreis Bayreuth). Problematisch sind im Kot enthaltene Rückstände von Medikamenten, Bakterien oder Viren auch für die Wildtiere.

Hinterlassenschaften nehmen zu

Weil Gaststätten und damit Einkehr- und Notdurftmöglichkeiten derzeit geschlossen sind, aber gleichzeitig viele Menschen in der Natur unterwegs sind, nehmen die Hinterlassenschaften zu.


Fäkalien direkt vor der Bergwachthütte am Walberla: Muss das sein?


Die Ranger in der Fränkischen suchen nach Lösungen. Denkbar seien Kompost-Toiletten. Ein Feldversuch könnte am Walberla starten. Dixi-Klos stehen die Bürgermeister ablehnend gegenüber. Aus hygienischen wie optischen Gründen. Seit kurzem gibt es am Bahnhof Kirchehrenbach eine öffentliche Toilette. Eine Beschilderung folgt noch.

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Atemberaubende Schönheiten: Die Fränkische Schweiz von oben

Aus bis zu 2.500 Metern Höhe blickte Tom Schneider, Fotograf aus Ebermannstadt, bei einer Fahrt mit einem Heißluftballon auf Dörfer, Natur und wunderschöne Ecken der Fränkischen Schweiz und des Landkreises Forchheim.


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