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Donnerstag, 02.04.2020

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Nur für Besserverdiener? Am Weingartsteig in Forchheim kann jetzt gebaut werden

Stadtrat gibt mit zehn Gegenstimmen grünes Licht - Erneut Kritik geäußert - 25.02.2020 06:58 Uhr

Blick auf eine Obstwiese am Weingartsteig in Richtung Burk. Die Wohnlage ist sehr begehrt und wird nun als Bebauungsgebiet ausgewiesen. © Archivfoto: Ralf Rödel


Die neue Wohnbebauung am Weingartsteig, am Waldrand hoch über Burk und Forchheim-West, ist seit vielen Jahren aus ökologischen Gründen und wegen der Rutschgefahr hochumstritten, kann aber jetzt beginnen. Der Planungsausschuss des Stadtrates hatte bereits einen Bebauungsplan gebilligt. Dieser wurde nun auch vom Stadtrat abgesegnet, allerdings nicht einstimmig.

Fünfmal Nein bei der FGL

Dagegen gestimmt, wie schon immer, haben die fünf FGL-Stadträtinnen und -räte. Von der SPD-Fraktion hat nur Fraktionschef Reiner Büttner dafür gehoben, außerdem Oberbürgermeister Uwe Kirschstein.

Die drei Frauen der SPD waren dagegen. Ebenso der frühere SPD- und jetzige FW-Stadtrat Albert Dorn: "Ich war schon immer gegen die Bebauung am Weingartsteig und werde auch immer dagegen sein", sagte er den NN auf Nachfrage.

Ebenfalls dagegen stimmte FBF-Stadtrat Manfred Mauser, wenn auch aus anderem Grund: "Ich bin für eine lockerere Bebauung, mit mehr Parkcharakter." Seiner Meinung nach könnten sich die potenziellen Bauherren am Weingartsteig auch größere Grundstücke leisten.

Weil die Hanglage so kompliziert und das Bauen dort folglich teurer ist als anderswo, gilt der Weingartsteig als Baugebiet für diejenigen, die "a Fünferla mehr übrig" haben. Dieser legendäre Ausspruch des Alt–Oberbürgermeisters Franz Stumpf zielte immer auf Menschen ab, die sich finanziell vom Durchschnittsverdiener abheben, und zwar nach oben. Viele von ihnen lagen ihm wohl über Jahre mit dem Anliegen in den Ohren, am Weingartsteig bauen zu dürfen – beste Berglage, schöne Aussicht, grün und ruhig am Waldrand. Das ist jetzt möglich. ((Platzhalter))

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