Der Umwelt zuliebe

Nur noch grüne Abfalltonnen: Eine Idee auch für den Landkreis Forchheim?

Patrick Schroll
Patrick Schroll

stv. Redaktionsleiter Nordbayerische Nachrichten Forchheim

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Ob grau, blau oder gelb: Im Kreis Bamberg sollen die Tonnen nur noch aus mindestens 80 Prozent Recycling-Kunststoff bestehen.

Ob grau, blau oder gelb: Im Kreis Bamberg sollen die Tonnen nur noch aus mindestens 80 Prozent Recycling-Kunststoff bestehen. © Foto: Wolfgang Fellner

Der hat sich dazu entschieden, künftig nur noch Restmüll-, Bio- und Papiertonnen zu beschaffen, die das Umweltzeichen "Blauer Engel" tragen. Diese Tonnen bestehen aus mindestens 80 Prozent Recycling-Kunststoff und der Gehalt sowie die Freisetzung von Schadstoffen sind begrenzt, erklärt das zuständige Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Kein "Blauer Engel" im Landkreis Forchheim

Bei der Produktion der neuen Abfalleimer kommen Kunststoffe aus privaten Haushalten, Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie zum Einsatz. Der Landkreis leiste damit einen Beitrag zum werkstofflichen Recycling von Kunststoffen, da diese Verwertungsart in der Regel allen anderen Verwertungsvarianten aus ökologischer Sicht überlegen sei, so die Einschätzung des Bundesumweltministeriums.

Die derzeit im Landkreis Forchheim verwendeten Tonnen enthalten das Umweltzeichen "Blauer Engel" nicht, heißt es auf NN-Nachfrage. Trotzdem achte das hiesige Landratsamt bei der Abfallentsorgung auf Natur und Umwelt. "Vom Landkreis Forchheim werden bereits seit mehreren Jahren ausschließlich Tonnen mit einem hohen Anteil an Recyclaten von bis zu 80 Prozent ohne Zertifizierung verwendet. Generell werden aktuell und auch künftig bei der Beschaffung der Mülltonnen neben den wirtschaftlichen Gesichtspunkten insbesondere umweltpolitische und nachhaltigkeitsspezifische Aspekte beachtet", teilt ein Sprecher mit.

Das Bamberger Amt sieht in den neuen Tonnen einen Beitrag, einen echten Abfallkreislauf entstehen zu lassen. Das geschehe dadurch, dass Kunststoffabfälle, die beispielsweise auch über den Gelben Sack oder die Wertstoffhöfe im Landkreis gesammelt werden, für neue Tonnen genutzt werden. Damit spare man sich Erdöl und spare Ressourcen.

Nur noch eine Tonnen-Farbe

Da aus technischen Gründen nur schwarze Abfallbehälter hergestellt werden können, erfolgt die Unterscheidung der Restmüll-, Bio- und Papiertonnen künftig über die Deckelfarbe. Die neuen Behälter werden in erster Linie zur Ausstattung von Neubauten und zum Teil als Ersatz von defekten Tonnen genutzt.

Grundsätzlich sollen jedoch die aktuellen noch funktionsfähigen Behälter so lange wie möglich nachhaltig weiter genutzt werden. Die Umstellung erfolgt daher über einen längeren Zeitraum, heißt es. Pro Jahr werden künftig voraussichtlich mehrere tausend neue Tonnen mit dem "Blauen Engel" bestellt.

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