Vom 10. bis 18. Juli 2021

Open-Air-Programm für Forchheimer Stadtpark steht

14.6.2021, 20:44 Uhr
Im Stadtpark, bei den Fünf Toren von Jan Koblasa, wird vom 10. bis 18. Juli die Veranstaltungsreihe „Volksbank Stadtpark-Konzerte“ mit namhaften Künstlern aus der Region und ganz Bayern stattfinden.
 

Im Stadtpark, bei den Fünf Toren von Jan Koblasa, wird vom 10. bis 18. Juli die Veranstaltungsreihe „Volksbank Stadtpark-Konzerte“ mit namhaften Künstlern aus der Region und ganz Bayern stattfinden.  

Einst haben sie Peter Maffay nach Forchheim gebracht, David Garrett und zuletzt Sting. Auf dem Jahn-Gelände lockte das tausende Musikfreunde an. Gaby Heyder und ihr Team können aber auch eine Nummer kleiner. Für rund 500 Zuhörer sind die „Volksbank Stadtpark-Konzerte“ gedacht.

„Mehr als 250 Konzerte haben wir coronabedingt abgesagt oder auf das nächste Jahr verschoben.“ Seit 15 Monaten befinden sich ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Nun möchte Gaby Heyder endlich wieder „ein Lebenszeichen für unsere Fans“ geben. Seit März hat man an dem Projekt gearbeitet. Schließlich sei es mit all den Corona-Maßnahmen ein Riesenaufwand. Außerdem kann man nur Künstler engagieren, die ohne großen technischen Aufwand auftreten und Gagen verlangen, die man mit einigen hundert Besuchern auch bezahlen kann. „Wir haben darauf geachtet, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.“
Regionale Band


Das Kellerkommando als regionale Band mit David Saam aus Heroldsbach ist dabei, Musiker Hannes Ringlstetter mit seiner neuen Platte, Kabarettist Django Asül, der in Forchheim schon Tennis gespielt hat, oder Heißmann & Rassau, die für „Sommer, Sand und Gwaaf“ sorgen. Aber auch Willy Astor, den Heyder bereits seit 1986 ins Scheinwerferlicht rückte, zu einer Zeit, als der „Jäger des verlorenen Satzes“ noch gar nicht bekannt war.

Die Idee mit dem Stadtpark als Konzertsaal stammt ausgerechnet vom Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Ewald Maier. Vor zwei Jahren, damals war die Sparkasse Forchheim noch Kooperationspartner Heyders, kam man auf das Gelände im Schatten der barocken Bastionsmauer zu sprechen: „Wir suchten etwas für den Sommer.“ Zumal das Jahn-Areal durch die geplante Wohnbebauung bald nicht mehr zur Verfügung hätte stehen sollen.
Die Grünfläche mit den fünf steinernen Toren des Bildhauers Jan Koblasa, die von der Sattlertorstraße, dem Philosophenweg und der von-Brun-Straße umgrenzt wird, bietet genügend Raum für die Bühne und die Stuhlreihen. Freilich war der Stadtpark, wenn auch nicht diese bestimmte Stelle, schon mehrfach Ort kultureller Ereignisse.

Der NN-Berichterstatter kann sich noch an ein Picknick-Open-Air-Konzert des Musikvereins Buckenhofen 2010 erinnern. Und zum Stadtjubiläum 2005 lockte man mit Verdis Nabucco, Mozarts Zauberflöte und einer ABBA-Musicalshow das Publikum scharenweise an. Wohl auch deshalb hat Heyder auch einen ABBA-Abend eingeplant. Mit dem Festival hat die Stadt übrigens nur am Rande zu tun. Sie stellt, wie Kulturbürgermeisterin Annette Prechtel (FGL) erklärt, gegen Entgelt den Stadtpark zur Verfügung. Eine finanzielle Unterstützung gebe es nicht. Die braucht es auch nicht.


Denn die Volksbank Bamberg-Forchheim sponsert das Festival mit einer namhaften Summe, die Marketing-Leiter Wolfgang Kohn aber nicht beziffern möchte. An der Umsetzung selbst ist die Kommune auch nicht beteiligt. „Das machen wir alles selbst“, so Heyder. Damit sind die Umzäunung des Geländes, der Auf- und Abbau, Licht- und Tontechnik, Sicherheitsdienst und Einlass und und und gemeint. „Wir sind aber froh, dass wir bei der Stadtverwaltung, insbesondere beim Kulturamt, dem Ordnungsamt und dem Bauamt auf offene Ohren gestoßen sind.“
Besonders im Kulturamt freut man sich über die Belebung durch die private Initiative. Da macht es aus Sicht des Leiters Lorenz Deutsch auch nichts, dass es kleinere terminliche Überschneidungen mit dem „Sommerquartier“ im Königsbad gibt: „Wir sprechen unterschiedliche Zielgruppen an“, so Deutsch. Im Stadtpark gehe es um bundesweit bekannte Künstler, im Königsbad um die lokale Kulturszene. „Wir haben so viele kulturinteressierte Menschen in Forchheim, da bekommen wir beides hin“, ergänzt Prechtel.


Im vergangenen Jahr haben Heyder und ihr Team bei einem kleinen Festival auf der Böhmerwiese in Bamberg einige Erfahrungen sammeln können. „Wir hatten da das gleiche Konzept. Das ist bei Künstlern und Besuchern sehr gut angekommen.“
Nun also eine Neuauflage in Forchheim. Übrigens finden die „Volksbank Stadtpark-Konzerte“ bei jedem Wetter statt: „Außer es besteht auf Grund eines Unwetters Gefahr für Leib und Leben.“ Da man bei der Kartenbestellung die Kontaktdaten erhebe, könne man aber allen Besuchern bei einer Absage kurzfristig Bescheid geben.

Dass alle neun Tage ausverkauft sein werden, daran hat Heyder keinen Zweifel: „Die Leute sind kulturell ausgehungert. Der Vorverkauf läuft sehr, sehr gut.“
Tickets für alle Konzerte gibt es bei den Nordbayerischen Nachrichten, Telefon (09 11) 2 16-27 77.

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