Mittwoch, 23.10.2019

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Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz: Das müssen Sie wissen

Brunnen auf der Spur: Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete sich der Brauch - 19.04.2019 16:27 Uhr

Zur Osterzeit sind sie im Landkreis Forchheim und in der Fränkischen Schweiz fast überall - auch hier in Gräfenberg - zu finden: Die Osterbrunnen. © Ralf Rödel


Die historische Quellenlage ist dürftig. Erste Belege die auf den Brauch hindeuten, örtliche Brunnen zur Osterzeit prachtvoll zu schmücken, gibt es ab Anfang des 20. Jahrhunderts. Gegen 1900 soll in der Gegend um Aufseß ein Osterbrunnen gesichtet worden sein. Im Laufe der Jahre wurde daraus dann ein großflächiges Phänomen.

Die Bedeutung der Brunnen? Auch hier gibt es viele mögliche Erklärungen. Die meisten davon gehen auf christliche Motive zurück, andere wiederum noch viel weiter: heidnische Ursprünge soll der Brauch haben. Ein weitere mögliche Deutung ist viel schlichter - man wollte eben mehr Touristen in die Fränkische locken. Sei es wie es will: In den 1940er Jahren verschwand der Brauch vielerorts wieder.

Bilderstrecke zum Thema

Die schönsten Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz 2019

Wo gibt's die schönsten Osterbrunnen im ganzen Land? Natürlich in der Fränkischen Schweiz, wo der österliche Brauch seinen Ursprung hat. Hier sind schönsten Osterbrunnen, die heuer in der Fränkischen geschmückt werden.


Um die Osterbrunnen erneut im Gedächtnis der Einheimischen zu verankern, kam der Fränkische-Schweiz-Verein 1971 dann auf die Idee, ein "Brunnenjahr" auszurufen. Der Gedanke dahinter: Vorhandene Brunnen zu erhalten, beschädigte zu reparieren und wild fließende Quellen zu fassen. Unbewusst griff der Heimatverein damit ein Thema auf, das schon im 19. Jahrhundert populär war: Der Schutz des Brunnens.

Unsere Karte zeigt den Standort von vielen Osterbrunnen in den einzelnen Landkreisen unserer Region.

 (Fehlt ein Brunnen? Dann schicken Sie uns eine Mail an redaktion@nordbayern.de - Haben Sie auch ein Bild dazu - dann fügen wir es gern hinzu. Und perfekt wird's, wenn wir noch den Standpunkt angeben können. Danke!)

REINHARD LÖWISCH, ppr

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