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Parken: Forchheim warnt vor "rechtlichen Konsequenzen"

"Am Schießanger" sollen künftig nur noch städtische Angestellte ihr Auto abstellen - "Die Not ist groß" - 03.04.2019 07:54 Uhr

Auf ihrem Privatgrundstück „Am Schießanger“ setzt die Stadt jetzt ihr Recht durch. Falschparker erhalten aber noch eine Gnadenfrist. © Foto: Roland Huber


Wer demnächst auf dem Schotterplatz "Am Schießanger", einem Areal auf Höhe der Fußgängerbrücke in Richtung Burk, ohne Parkausweis parkt, der muss mit "rechtlichen Konsequenzen" rechnen. So teilt es die Stadt derzeit Falschparkern auf einem Handzettel mit. Dass es sich bei dem Gelände um ein Privatgrundstück der Stadt handelt, darauf macht ein Schild an der Einfahrt seit Jahren aufmerksam.

Doch in der Zwischenzeit hat sich etwas geändert: "Bisher hat die Stadt geduldet, dass auch Fremde ohne Berechtigung auf dem Grundstück parken. Das hat aber dermaßen stark zugenommen, dass unsere Angestellten dort nicht mehr parken können", sagt Forchheims Pressesprecherin Britta Kurth. "Wir mussten der Sache Herr werden." Und so griff die Stadt zum Handzettel.

Die Stadt gibt zu: "Die Not ist groß"

Ab wann und mit welchen rechtlichen Konsequenzen Falschparker rechnen müssen, darüber will Kurth nicht in der Öffentlichkeit spekulieren. Klar ist nur, dass städtische Mitarbeiter mit einem entsprechenden Parkausweis nichts zu befürchten haben. Autofahrer, die in den Geschäften der Innenstadt arbeiten, machen derweil ihrem Ärger im Internet Luft. Die Frage, die alle umtreibt: "Wo soll ich jetzt einen Parkplatz finden?". Kurth: "Wir nehmen nur das in Anspruch, was auch jede andere Firma für ihr Grundstück in Anspruch nimmt: Mitarbeiter parken zu lassen." Es gebe Angestellte, die von außerorts sind und nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Stadt kommen können.

Kurth verweist auf Plätze der Sportinsel. Von dort lasse sich die Innenstadt über die Fußgängerbrücke in wenigen Minuten erreichen. "Die Not ist uns bewusst", sagt Kurth und meint damit Stellplätze für Beschäftigte in der Innenstadt. Im Juni 2018 hieß es, dass Forchheim nach modernen Parkraumkonzepten suche. Stadtmanagerin Elena Büttner arbeite gerade daran, so Kurth. Büttner selbst war gestern für eine Anfrage urlaubsbedingt nicht zu erreichen.

Dauerparkplätze sind ausgebucht

Dauerparkplätze bieten zwar innenstadtnah das Parkhaus am Kronengarten für 60 Euro pro Monat und Stellplatz und die Tiefgarage am Paradeplatz (80 Euro) — doch beide Häuser sind ausgelastet. Interessenten müssen sich bei den Stadtwerken Forchheim auf eine Warteliste setzen. Der Mangel an Stellplätzen bleibt also weiterhin ein "politisches Problem, das im Stadtrat diskutiert werden muss", so Kurth. Wann das soweit ist, hängt davon ab, wann das Konzept fertig ist. 

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