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Pautzfeld: Widerstand gegen neuen Supermarkt wächst

IG Pautzfeld/Unterer Aischgrund will Gegner des umstrittenen Projektes mobilisieren - 16.10.2018 08:00 Uhr

Ein Supermarkt an dieser Stelle? Das Transparent auf einem Acker zwischen Pautzfeld und Schlammersdorf zeigt, dass das geplante Projekt nicht gerade auf ungeteilte Zustimmung stößt. © Sonja Och


Bereits in der September-Sitzung des Gemeinderates war das Thema kontrovers diskutiert worden: Der Investor Sontowski & Partner legte dar, dass man inzwischen mit einer abgespeckten Version des umstrittenen Projektes in Pautzfeld plane – mit einem Rewe- und einem Getränkemarkt. Doch das stieß in Teilen des Gremiums auf Ablehnung, Thomas Bauer (WG Pautzfeld) meinte, dass die Mehrheit der Pautzfelder auch die kleinere Variante nicht wolle.

Mittlerweile hat sich die IG Pautzfeld/Unterer Aischgrund gegen das Supermarkt-Vorhaben gebildet. Sie beruft sich auf rund 600 Unterschriften von Bürgern aus dem gesamten Gemeindegebiet, die sich gegen „diesen Eingriff in die Natur und gegen die Überversorgung ausgesprochen“ haben, so die IG in einer Mitteilung.

Alle Stufen der Vorplanung wurden im Gemeinderat bislang mit denkbar knapper Mehrheit gebilligt, eine Entscheidung über die Änderung des Flächennutzungsplanes fällen die Räte in einer der nächsten Sitzungen. Auch Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) ließ unlängst verlauten, dass die Meinung der Bürger bei diesem Entschluss berücksichtigt werden müsse.

Pro und Contra

Im jüngsten Amtsblatt geht Gunselmann auf das Thema ein – mit der Anmerkung, „die Aussagen aus der Bevölkerung dazu können nicht unterschiedlicher sein“.

Deshalb lädt er gemeinsam mit den Projektbeteiligten zu einem „Infomarkt“ am Mittwoch, 17. Oktober, von 16.30 bis 21.30 Uhr, in die Hallerndorfer Schulaula ein. Hier sollen „alle Beteiligten Rede und Antwort stehen“, damit „ganz sachlich und objektiv über diese für unsere Gemeinde richtungsweisende Chance“ gesprochen werden könne. „Deswegen haben wir beschlossen, dass wir als Gegner des Vorhabens auch vertreten sind, wir wollen niemanden aufhetzten, sondern ebenfalls sachlich argumentieren“, erklärt Markus Düsel (WG Pautzfeld), der wie Thomas Bauer der IG angehört.

Mit Stellwänden vor der Schule und einem Flugblatt möchten sie am Mittwoch auf die Nachteile des geplanten Supermarktes aufmerksam machen. Ihre Argumente: der Einkaufsmarkt wäre ein schwerer Eingriff „in die freie Natur vor Pautzfeld“ und verursache einen immensen Flächenverbrauch.

Zudem seien Bewohner aus allen Gemeindeteilen bereits „bestens versorgt“ mit Gütern des täglichen Bedarfs. Dabei verweisen die Supermarkt-Gegner auf den Lidl-Markt in Neuses, den Rewe in Sassanfahrt sowie die Rewe- und Edeka-Filialen in Adelsdorf und Eggolsheim.

„Unser Ziel ist“, sagt Düsel, „dass wir das Ganze als Bürgerbegehren einreichen können“. Denn: „Wir haben auch die Befürchtung, dass dieser geplante Supermarkt der Startschuss für ein weiteres Gewerbegebiet sein könnte.“

 

Philipp Peter Rothenbacher Nordbayerische Nachrichten Forchheim-Ebermannstadt E-Mail

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